Berufskarriere statt Hartz-IV-Karriere: Ausbildungsreife Jugendlicher aktiv vorantreiben
Berlin, 06.09.2011
Thema: Bildung, Corporate
neuer PHINEO-Themenreport veröffentlicht
Um bildungsschwachen Jugendlichen echte Berufsperspektiven zu ermöglichen, müssen Staat, Wirtschaft, Familie und Zivilgesellschaft Hand in Hand arbeiten. Besonders Unternehmen sind in der Pflicht, junge Menschen an der Schwelle von der Schule in den Beruf zu unterstützen. Der jüngste PHINEO-Themenreport „Hartz geklingelt? Jugendlichen echte Berufsperspektiven schaffen“ zeigt: Ein wichtiger Partner und entscheidender Hebel sind hierbei gemeinnützige Organisationen. PHINEO empfiehlt bundesweit 18 wirkungsvolle Projekte gemeinnütziger Organisationen im Themenfeld Berufsvorbereitung.
Zahlreiche junge Menschen mit Berufsstartschwierigkeiten sind den Anforderungen einer Berufsausbildung noch nicht gewachsen und viele Betriebe scheuen den Aufwand, diese Jugendlichen intensiver zu fördern. Dabei stehen sie mit dieser Aufgabe nicht allein da: Gemeinnützige Organisationen schlagen hier eine Brücke und bieten gezielt Projekte wie Ausbildungspatenschaften oder Produktionsschulen an, die vor allem bildungsschwache Jugendliche auf dem Weg in die Berufswelt begleiten. Betriebe können durch ihre Praxiserfahrung gewinnbringende Kooperationen mit diesen Organisationen eingehen oder deren Projekte finanziell unterstützen. „Davon profitieren beide Seiten“, sagt PHINEO-Vorstand Dr. Andreas Rickert: „Die Jugendlichen erhalten Zukunftsperspektiven und die Unternehmen sichern sich fachkundigen Nachwuchs.“ Denn gerade in Zeiten des demografischen Wandels kann es sich die Wirtschaft nicht erlauben, diese Gruppe auf dem Arbeitsmarkt von vornherein auszuschließen.
Besonders wirkungsvoll werden Programme und Projekte für Jugendliche mit Berufsstartschwierigkeiten, wenn Staat, Wirtschaft, Familie und Zivilgesellschaft ihre Expertisen bündeln, um diesen jungen Menschen echte Berufsperspektiven ermöglichen. So kann ein ganzheitliches Angebot mit individueller Note geschaffen werden, das Wissensvermittlung, Berufspraxis und sozialpädagogische Betreuung beinhaltet. Im Report erfahren sozial engagierte Unternehmen, Stiftungen oder Spender, wie sie wirkungsvolle Projekte im Übergang von der Schule in den Beruf identifizieren können und wo es besonderen Förderbedarf gibt. Bundesweit empfiehlt PHINEO 18 Top-Projekte für ein Engagement, die die Potenziale von Jugendlichen mit Berufsstartschwierigkeiten erkennen, wecken und ausgezeichnet fördern. Aus 97 Organisationen, die sich um eine PHINEO-Empfehlung beworben hatten, haben sich diese 18 Projekte bei dem vierstufigen Analyseverfahren als besonders wirkungsvoll erwiesen.
Den vollständigen PHINEO-Themenreport "Hartz geklingelt? Jugendlichen echte Berufsperspektiven schaffen" finden Sie hier.
Ausführliche Porträts der 18 empfohlenen Projekte finden Sie hier.


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