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Sabine Arras
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PHINEO im Porträt
PHINEO empfiehlt nur Organisationen und Projekte, die sich im Laufe unserer Analyse als besonders vielversprechend in Sachen Wirkung bewiesen haben. Die Projektporträts sind eine Darstellung dieser Qualitätsempfehlung. Mit den Porträts veröffentlicht PHINEO die Essenz der Erkenntnisse, die im Rahmen der umfassenden Analyse der Organisationen und Projekte gewonnen werden. Im Rahmen des erstes PHINEO-Geschäftsbericht für das Jahr 2010 hat PHINEO sich selbst unter die Lupe genommen - und die Ergebnisse ebenfalls in einem Porträt zusammengefasst. Ob PHINEO dieses Porträts verdient hat - entscheiden Sie Selbst. Wir freuen uns auf Ihre Rückmeldung.
Herausforderung: Zu wenig Wissen über Wirkung
Gemeinnütziges Engagement ist der Schmierstoff für die Gesellschaft. Doch Gutes tun allein reicht manchmal nicht. Wie Engagement wirklich etwas bewirken kann, das analysiert PHINEO. Was selbstverständlich klingt, geht im Arbeitsalltag schnell unter: Wirkungsorientierung steht bei gesellschaftlichem Engagement häufig nicht im Vordergrund, sowohl auf Seiten der zivilgesellschaftlichen Organisationen als auch auf Seiten der Sozialen Investoren. In den Medien findet Zivilgesellschaft häufig nur oberflächlich statt, über Wirkung hört und liest man wenig. Auch die gemeinnützigen Organisationen halten sich in der Wirkungsdebatte zurück. Dabei hilft Wissen über Wirkung allen Beteiligten: Die gemeinnützigen Organisationen können mit ihrer Arbeit mehr erreichen und Soziale Investoren können sicherstellen, dass ihre Spende dort ankommt, wo sie am meisten bewirkt. Mit einer simplen Liste an Tipps und Tricks ist es jedoch nicht getan, dafür agieren zu viele Akteure in einem komplexen Feld, das die unterschiedlichsten Themen und Zielgruppen bedient. Was wichtig ist, ist eine Institution, die den gemeinnützigen Sektor systematisch auf Wirksamkeit hin analysiert und gezielt ermittelt, welche Handlungsansätze zum Ziel führen und wo es Nachholbedarf gibt. Das unabhängige Analysehaus PHINEO füllt diese Lücke und hat den Stein für mehr Wirkung ins Rollen gebracht.
Handlungsansatz: Wissen verbreiten, damit Engagement wirkt
Wichtigstes Gut von PHINEO ist Wissen über Wirkung. Dafür untersucht das Analysehaus Handlungsfelder gesellschaftlichen Engagements, zum Beispiel Kinderarmut oder Demenz. Dieses Wissen verarbeitet PHINEO in Themenreports, die erfolgreiche Handlungsansätze zivilgesellschaftlicher Akteure beschreiben und Fördertipps vorstellen. PHINEO empfiehlt zudem herausragende gemeinnützige Projekte im Themenfeld. Basis der Empfehlungen ist ein wissenschaftlich fundierter Analyseprozess inklusive Vor-Ort-Besuch bei den Projekten. Diese wirkungsvollen Projekte werden in doppelseitigen Porträts vorgestellt. Mit den Reports gibt PHINEO Sozialen Investoren Orientierung und praktische Entscheidungshilfen für ihre Förderstrategie. Gleichzeitig helfen sie gemeinnützigen Organisationen, ihre Arbeit wirkungsorientierter zu gestalten. In den Ratgebern zum „Wie des Gebens“, einer weiteren Publikationsreihe, finden alle, die nicht nur Gutes tun, sondern auch Gutes bewirken wollen, konkrete Tipps, worauf sie beim Geben achten sollten. Themen sind zum Beispiel Katastrophenhilfe oder Mikrofinanzen. Wer individuellere Unterstützung braucht, bekommt diese in einer persönlichen Beratung. Alle Handlungsstränge verbindet die Aufgabe, Akzeptanz und Unterstützung für Wirkungsorientierung bei allen Akteuren gesellschaftlichen Engagements zu entwickeln. Deswegen macht sich PHINEO auch als Agendasetter für mehr Wirkung stark.
Resultate: PHINEO baut Brücken für mehr Wirkung.
Neben dem Aufbau der Organisation hat PHINEO 2010, im ersten Geschäftsjahr, an acht Themenreports, neun Ratgebern und dem Handbuch „Engagement mit Wirkung“ gearbeitet. Die Vorarbeit dafür leistete das Projekt „Orientierung für Soziale Investoren“ der Bertelsmann Stiftung, aus dem PHINEO 2009 hervorgegangen ist. Nach der Ausgründung analysierte PHINEO im ersten Jahr 189 Projekte gemeinnütziger Organisationen und konnte 36 davon empfehlen. Erste Erfolge zeigen sich bereits: Die Analyse aktivierte verschiedene Förderer, Projekte mit PHINEO-Empfehlung zu unterstützten. Gleichzeitig setzte der Prozess bei den Bewerberorganisationen Reflexionen über die Qualität der eigenen Arbeit in Gang. PHINEO hat den großen Bedarf an qualifiziertem und persönlichem Austausch erkannt und baut seit 2010 sukzessive ein Beratungsangebot auf. So erhalten die gemeinnützigen Bewerberorganisationen beispielsweise im Anschluss an die zweite Analysestufe ein individuelles Feedback. Das PHINEO-Angebot umfasst aber auch die Beratung Sozialer Investoren, zum Beispiel bei der Evaluation ihrer Förderaktivitäten. Obwohl PHINEO im ersten Geschäftsjahr schon einiges geleistet hat, werden die großen Früchte nicht nach einem Jahr geerntet. Wirkungsorientierung und -transparenz etablieren sich nicht von heute auf morgen. Den langen Atem muss PHINEO in den kommenden Jahren beweisen.
Empfehlungen: Einladung zum Dialog
Für PHINEO meint Qualität vor allem auch Entwicklung, und das kontinuierlich. Was das bedeutet? PHINEO beurteilt nicht nur die Arbeit der anderen, sondern arbeitet gleichzeitig an der eigenen Qualitätsentwicklung und Wirkung. Dazu gehört auch eine ausgeprägte Lernkultur. Gerade im Bereich Analyse & Forschung sind Fortbildungen essenziell für die Entwicklung und Optimierung der PHINEO-Methode. Aber auch darüber hinaus hinterfragen die Mitarbeiter ihre Herangehensweise und Arbeitsmaßnahmen kritisch, damit sie die Erfahrungen aus der Praxis in eine größere Wirksamkeit investieren können. Die wirkungsorientierte Themen- und Projektanalyse zeichnet PHINEO aus. Was die gemeinnützige AG jedoch nicht selbst leisten kann, ist eine objektive Analyse und Bewertung der eigenen Arbeit im PHINEO-Stil. Eines aber ist PHINEO in dieser Frage: offen für Feedback. Gern tritt PHINEO mit Kritikern, Enthusiasten und Kennern der Zivilgesellschaft in einen Dialog über Wirkung, Qualität und Rolle des Analysehauses. Sterne erhält PHINEO in diesem Porträt keine – denn eine unabhängige Bewertung kann nicht aus den eigenen Reihen, sondern nur von außen kommen. Deshalb lädt PHINEO ein, die eigene Arbeit auszuwerten – mit Sternen, Skalen oder Worten.
