Berufskarriere statt Hartz-IV-Karriere: Zukunftsperspektiven für Jugendliche schaffen
Berlin, 05.09.2011
Thema: Pressemitteilungen
- Betriebe: Mangelnde Ausbildungsreife nicht nur kritisieren, sondern ihr entgegenwirken
- Gebündelte Expertise für den Nachwuchs: Staat, Wirtschaft, Familie und Zivilgesellschaft müssen Hand in Hand arbeiten
- Engagement im Berufseinstieg: Angebotsvielfalt allein kein Garant für Qualität und Wirkung
- PHINEO empfiehlt 18 vorbildlich wirkende gemeinnützige Projekte
Berlin, 7. September 2011 – Für viele Ausbildungsbetriebe wird es immer schwieriger, geeignete Bewerber zu finden. Immer wieder wird die mangelnde Ausbildungsreife der Jugendlichen kritisiert. Neben der Politik sind jedoch auch die Betriebe in der Pflicht, junge Menschen mit Berufsstartschwierigkeiten zu unterstützen und so aktiv gegen den Fachkräftemangel vorzugehen. Ein entscheidender Hebel und wichtiger Partner sind dabei gemeinnützige Organisationen. Der neue PHINEO-Themenreport „Hartz geklingelt? Jugendlichen echte Berufsperspektiven schaffen“ stellt erfolgreiche Handlungsansätze in diesem Bereich vor und empfiehlt bundesweit 18 wirkungsvolle Projekte gemeinnütziger Organisationen zum Berufseinstieg.
Wenn Betriebe und Auszubildende nicht zusammen kommen, müssen beide Seiten etwas tun. Zahlreiche junge Menschen mit Berufsstartschwierigkeiten sind den Anforderungen einer Berufsausbildung noch nicht gewachsen und viele Betriebe scheuen den Aufwand, diese Jugendlichen intensiver zu fördern. Wer die Ausbildungsreife aktiv vorantreiben möchte, steht jedoch nicht allein da: Gemeinnützige Organisationen schlagen hier eine Brücke und bieten gezielt Projekte an, die vor allem bildungsschwache Jugendliche auf dem Weg in die Berufswelt begleiten. Betriebe können durch ihre Praxiserfahrung gewinnbringende Kooperationen mit diesen Organisationen eingehen oder deren Projekte finanziell unterstützen. „Davon profitieren beide Seiten“, sagt PHINEO-Vorstand Dr. Andreas Rickert: „Die Jugendlichen erhalten Zukunftsperspektiven und die Unternehmen sichern sich fachkundigen Nachwuchs.“ Denn gerade in Zeiten des demografischen Wandels kann es sich die Wirtschaft nicht erlauben, diese Gruppe auf dem Arbeitsmarkt von vornherein auszuschließen.
PHINEO empfiehlt 18 wirkungsvolle Projekte im Themenfeld Berufsvorbereitung
Das staatlich geförderte Übergangssystem setzt im Übergang von der Schule in den Beruf den Rahmen, während gemeinnützige Organisationen die Projekte umsetzen und gestalten. Ausbildungspatenschaften, Praxisklassen oder Produktionsschulen sind nur drei Beispiele für gemeinnützige Projekte im Bereich der Berufsvorbereitung. Angebotsvielfalt allein ist jedoch kein Garant für Qualität und Wirkung. Der PHINEO-Themenreport zeigt: Besonders wirkungsvoll werden Programme und Projekte für Jugendliche mit Berufsstartschwierigkeiten, wenn Staat, Wirtschaft, Familie und Zivilgesellschaft Hand in Hand arbeiten und ihre Expertisen bündeln, um diesen jungen Menschen echte Perspektiven zu ermöglichen. So kann ein ganzheitliches Angebot mit individueller Note geschaffen werden, das Wissensvermittlung, Berufspraxis und sozialpädagogische Betreuung beinhaltet. Im Report erfahren sozial engagierte Unternehmen, Stiftungen oder Spender, wie sie wirkungsvolle Projekte im Übergang von der Schule in den Beruf identifizieren können und wo es besonderen Förderbedarf gibt. Bundesweit empfiehlt PHINEO 18 Top-Projekte für ein Engagement, die die Potenziale von Jugendlichen mit Berufsstartschwierigkeiten erkennen, wecken und ausgezeichnet fördern. Aus 97 Organisationen, die sich um eine PHINEO-Empfehlung beworben hatten, haben sich diese 18 Projekte bei dem vierstufigen Analyseverfahren als besonders wirkungsvoll erwiesen.
Den vollständigen PHINEO-Themenreport finden Sie in der Downloadbox rechts.
Alle empfohlenen Projekte im Bereich Berufsvorbereitung finden Sie hier.
- Dateien:
- PHINEO_PM_Themenreport_Berufsvorbereitung.pdf25 KB

