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Mehr Transparenz gemeinnütziger Organisationen notwendig

Berlin, 25.11.2011

Thema: Pressebereich

Berlin, 25.11.2011 – Eine gesetzliche Publizitätspflicht in der Zivilgesellschaft: Das fordert PHINEO im Positionspapier zu Transparenz von gemeinnützigen Organisationen. Darüber hinaus setzt sich das unabhängige Analysehaus für ein umfassenderes Verständnis von Transparenz ein, der Wirkungstransparenz. Denn öffentlich zugängliche Informationen über die Wirkung der eigenen Arbeit sind keinesfalls selbstverständlich in gemeinnützigen Organisationen, wie eine Studie bestätigt.

Transparenz ist essentiell für eine starke Zivilgesellschaft, denn Transparenz gewährleistet langfristig das notwendige Vertrauen in ihre Organisationen. Transparenz deckt nicht nur den legitimen Informationsbedarf der Öffentlichkeit – sie leistet auch eine inhaltliche Standortbestimmung für gemeinnützige Organisationen und steigert damit die Qualität gemeinnützigen Handelns. Bisher beschränkt sich die Debatte über Transparenz in der Zivilgesellschaft auf Forderungen nach öffentlicher Information über Finanzen und Organisationsstrukturen. PHINEO unterstützt diese Forderungen und verlangt moderate verbindliche Publizitätspflicht für gemeinnützige Organisationen. Mit diesem Appell an die Gesetzgebung steht das Analysehaus für wirkungsvolles gesellschaftliches Engagement nicht allein da: „Gute Transparenz bedeutet: Zeitnaher Zugang zu validen Zahlen und Fakten für Jedermann. Maßvolle gesetzliche Transparenzpflichten können das gewährleisten, freiwillige Selbstverpflichtungen nicht“, so der Geschäftsführer des Aktive Bürgerschaft e.V. Dr. Stefan Nährlich.

PHINEO geht noch einen Schritt weiter: „Wir setzen uns für ein umfassenderes Verständnis von Transparenz ein und plädieren für mehr Wirkungstransparenz“, erklärt PHINEO-Analyst Philipp Hoelscher. Nur 23 Prozent der Organisationen berichten bisher über die Wirkung ihrer Projektarbeit, wie eine Studie zeigt. Eine Kultur der Wirkungstransparenz muss sich in der Zivilgesellschaft erst noch entwickeln, ein Bewusstsein für den Nutzen von Transparenz geschaffen werden. „Wir wünschen uns, dass gemeinnützige Organisationen Transparenz auch als Chance wahrnehmen“, so Hoelscher. PHINEO unterstützt gemeinnützige Organisationen dabei, wirkungstransparenter zu werden. Der Leitfaden „Wirkungsberichterstattung“ mit wichtigen Aspekten und Beispielen aus der Praxis zeigt gemeinnützigen Organisationen, was sie bei der öffentlichen Berichterstattung über Ziele, Aktivitäten und Wirkung beachten sollten.

Wichtige Impulse bei der Entwicklung des Positionspapiers lieferte der Austausch mit Akteuren, die sich für Transparenz in der Zivilgesellschaft stark machen wie der Transparency International Deutschland e.V., der Deutsche Spendenrat, das Maecenata Institut an der Berliner Humboldt Universität und die Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PwC. PHINEO lädt auch weiterhin alle interessierten Akteure aus Wissenschaft, Wirtschaft und dem Drittem Sektor dazu ein, in einen Dialog zu treten und möchte so den Anstoß zu einer Debatte über eine erweiterte Transparenzkultur zu geben.

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