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Ausbildungspatenschaften

Paten für Arbeit in Essen e.V.

Auf einen Blick

Benachteiligte Jugendliche brauchen auf ihrem Weg ins Arbeitsleben Sicherheit und Unterstützung. Das Projekt Ausbildungspatenschaften bietet für viele die erste tragfähige Beziehung.

Ausbildungspatenschaften

Ausbildungspatenschaften

Das Projekt

Der Verein "Paten für Arbeit in Essen e. V." ist eine gemeinsame Initiative des Essener Unternehmensverbandes, der Kreishandwerkerschaft, der Industrie- und Handelskammer, der Gewerkschaften, der Agentur für Arbeit und der Stadtverwaltung Essen. Er wurde von Entscheidungsträgern dieser Organisationen gegründet, die den Bedarf an individueller Begleitung Jugendlicher auf dem Weg in den Beruf erkannt haben. Es gilt, die Ausbildungsfähigkeit der Jugendlichen zu erhöhen.

Im Projekt Ausbildungspatenschaften begleiten engagierte Menschen verschiedenster Altersstufen und beruflicher Hintergründe als ehrenamtliche Paten junge Menschen von der Berufswahl über den Bewerbungsprozess bis zum Ende der Ausbildung.

Haupt- und Gesamtschüler der neunten und zehnten Klassen werden von ihren Lehrern für eine Patenschaft empfohlen. Die Paten bauen ein Vertrauensverhältnis zu ihrem Schützling auf und halten Kontakt zu den Eltern und zum Ausbildungsbetrieb, vermitteln bei Konflikten und fördern so Motivation und Durchhaltevermögen. Sie helfen beim Ausbau wichtiger Fähigkeiten wie Pünktlichkeit, Leistungsbereitschaft und Verantwortungsbewusstsein.

Etwa die Hälfte der Patenkinder hat einen Migrationshintergrund. Um auch deren Eltern in das Projekt einzubeziehen, wurden gemeinsam mit dem türkischen Generalkonsulat türkischsprachige Informationsmaterialien entwickelt. Von der Unterstützung bei der Suche nach dem passenden Ausbildungsplatz über Nachhilfe in Mathematik bis zur Hilfe bei persönlichen Problemen: Paten und Patenkinder teilen Krisen und feiern gemeinsam Erfolge.

Das wirkt!

Das echte Interesse an ihrer Person gibt den jungen Menschen Selbstvertrauen und den nötigen Rückhalt, um ihren Weg in den Beruf erfolgreich zu gehen. Die Patenarbeit begann 2001 an zwei Schulen mit insgesamt sieben Paten im Rentenalter. Seitdem wurden über 400 Patenschaften vermittelt. Die Paten sind zwischen 20 und 70 Jahre alt, kommen aus fast allen sozialen Schichten und haben die unterschiedlichsten beruflichen Hintergründe.

Viele Paten stellen sich nach einer abgeschlossenen Patenschaft wiederholt zur Verfügung, weil sie sie als bereichernd und wirksam empfinden. Die kooperierenden Schulen melden Positives zurück: Ohne Paten würden viele der Hauptschüler keinen Ausbildungsplatz bekommen.

133 Patenschaften (viele laufen aktuell noch, einige wurden vor allem in der Frühphase der Patenschaft abgebrochen) konnten sehr erfolgreich abgeschlossen werden. Das sind 133 junge Menschen, bei denen kaum jemand eine Chance auf einen Ausbildungsplatz oder gar auf einen erfolgreichen Abschluss sah. 63 haben ihre Ausbildung mit einem Gesellenbrief abgeschlossen. 62 stehen direkt vor dem Abschluss, acht haben sogar den Sprung auf eine weiterführende Schule geschafft.

Mehr als alle Worte sagt diese Zahl 133 etwas aus über die Notwendigkeit der Paten für Arbeit. Die Gründungsgeschichte des Projekts wirkt auch fast zehn Jahre später nach: Durch die enge Verknüpfung der verschiedensten Akteure ist das Projekt besonders in der Lage, das Thema Jugendarbeitslosigkeit auf der Agenda zu halten und für die Schwierigkeiten der Jugendlichen zu sensibilisieren.

Unsere Bewertung

Wirkungspotential des Projekts

Wirkungspotential des Projekts

Leistungsfähigkeit der Organisation

Leistungsfähigkeit der Organisation
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