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Mädchentreff MaDonna und Mädchencafé Schilleria

MaDonna Mädchenkult.Ur e.V.

Auf einen Blick

Viele junge Migrantinnen sind starken Beschränkungen für Freizeit und Berufswahl unterworfen. Der "MaDonna Mädchenkult.Ur e.V." bietet neue Perspektiven.

Mädchentreff MaDonna und Mädchencafé Schilleria

Mädchentreff MaDonna und Mädchencafé Schilleria

Das Projekt

Der "MaDonna Mädchenkult.Ur e.V." bietet jungen Migrantinnen geschützte Rückzugs- und Entfaltungsräume, in denen sie sich an Bildungs- und Freizeitangeboten beteiligen oder einfach unter sich sein können.

Der Verein betreibt zwei Mädchentreffs für je 30-50 Mädchen und junge Frauen, mit dem Ziel, die Entfaltung ihrer Persönlichkeit zu stärken, sie für den Berufseinstieg vorzubereiten, ihnen Möglichkeiten der gesellschaftlichen Teilhabe aufzuzeigen und sie gegen familiäre Gewalt zu schützen.

Dazu gibt es eine Vielzahl verschiedener Aktivitäten, die sinnvoll zu einem Gesamtkonzept ineinander greifen:

  • Der Verein bietet Schularbeitshilfe, Nachhilfe und Unterstützung bei Bewerbungen.
  • Mit regelmäßigen Besuchen bei beruflich erfolgreichen Migranten, auch an deren Arbeitsplätzen, werden die jungen Frauen besonders motiviert.
  • Ebenso wichtig ist jedoch das Angebot an Freizeitaktivitäten (Spiel, Sport, Tanz, Theater) und Ausflügen in und um Berlin, um den Horizont zu erweitern.
  • Teilnahmen an Veranstaltungen im Stadtteil, Aufklärung über Rechte und Pflichten sowie Beteiligungen am Netzwerk der Gewaltprävention und an Informationsveranstaltungen der Polizei runden das Angebot ab.

Durch Mitarbeiterinnen mit Migrationshintergrund hat der Verein hier eine sehr gute Verankerung im Viertel. Sie achten darauf, dass zum einen feste Regeln gelten, die einen Rahmen setzen, und zum anderen Rollenvorbilder herangezogen werden, die sich durch Stärke im Umgang mit den vielfältigen Konflikten im Kiez, aber auch durch Vitalität und Lebensfreude auszeichnen.

Das wirkt!

In guter Zusammenarbeit mit Bezirksregierung, Polizei und Migrantenorganisationen gelingt es dem Verein schon seit über 30 Jahren, das Klima im Viertel positiv zu verändern und – ohne Konflikte zu scheuen – durch direkten Kontakt mit den Bürgern vor Ort wichtige Integrationsarbeit zu leisten.

Rund 400 Migrantinnen besuchen die Mädchentreffs "MaDonna" und "Schilleria" sowie ihre Kurse, Projekte und Workshops. Die Mitarbeiterinnen nehmen bei den 60-80 Stammbesucherinnen nachhaltige Veränderungen wahr. Sie entwickeln eine eigenständige Persönlichkeit, finden sich zunehmend in ihrer mehrkulturellen Welt zurecht, bilden positive Identitäten heraus und beginnen zum Teil berufliche Karrieren. Eine ehemalige Besucherin des Treffpunkts ist beispielsweise jetzt selbst Mitarbeiterin dort und hat aufgrund der Unterstützung des Vereins die Möglichkeit, eine akademische Laufbahn zu absolvieren.

Auch in den zugewanderten Familien lassen sich positive Veränderungen beobachten, beispielsweise im Rollenverständnis der Geschlechter, im Begriff der Ehre und in den familiären Strukturen.

Unsere Bewertung

Wirkungspotential des Projekts

Wirkungspotential des Projekts

Leistungsfähigkeit der Organisation

Leistungsfähigkeit der Organisation
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