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Sprint

Regionale Arbeitsstellen für Bildung, Integration und Demokratie (RAA) e.V.

Auf einen Blick

Sprachförderung ist nicht alles, aber ohne Sprachförderung gelingt keine Integration. Wie eine wirksame Methode zur Sprachförderung aussieht, zeigt "Sprint".

Sprint

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Das Projekt

In manchen Stadtteilen vieler Großstädte ist Deutsch nur die Zweitsprache – so auch in Berlin-Wedding. Gab es an Weddinger Schulen bis 1990 noch 50 Prozent muttersprachliche Deutsche, sind es heute nur noch 20 Prozent. Tendenz sinkend. Immer weniger Kinder beherrschen – obwohl hier geboren – schriftliches oder fachsprachliches Deutsch. Entsprechend sind viele Kinder nicht in der Lage, dem deutschen Schulunterricht zu folgen und beispielsweise die Texte in den Schulbüchern zu verstehen.

Das „Sprint“ Sprachförderungsprogramm der RAA Berlin setzt auf eine umfassende Bildungsförderung durch ein ausgeklügeltes Sprachlernkonzept. „Sprint“ steht für Sprache und Integration.

An sieben Schulen in Berlin-Wedding geben Lehramtsstudenten auf Honorarbasis Jugendlichen mit Migrationshintergrund der 5. bis 10. Klasse Förderunterricht. Geübt werden Lesen und schriftlicher Ausdruck sowie die Fachinhalte des Lehrstoffes. Damit das möglich ist, arbeiten Klassenlehrer und Förderlehrer eng zusammen. Die Studenten werden mit einem einwöchigen Einführungskurs im Fach "Deutsch als Zweitsprache" auf ihre Aufgabe vorbereitet.

Flankierend gibt es für alle Jugendlichen im Viertel ein offenes, niedrigschwelliges Angebot am "Bildungszentrum Medienhof-Wedding". An vier Nachmittagen in der Woche unterstützen jeweils sechs Studierende die Jugendlichen bei schulischen und sprachlichen Problemen. Durch das Verstehen und Verfassen von Texten wird die Neugier der Schüler geweckt.

So gehören zum Konzept auch Vorreiter-Projekte, bei denen Jugendliche selbst wieder Grundschüler fördern und mit ihnen gemeinsame Ausflüge in die Umgebung unternehmen, um den Horizont über den Kiez hinaus zu erweitern.

Das wirkt!

2009 gaben 45 Lehramtsstudenten rund 300 jugendlichen Migranten Förderunterricht. Die Nachfrage ist bei Schülern wie Eltern groß, weil sie erkennen, dass Lernerfolg in der Schule auf dem Verstehen von Texten basiert.

Eine externe Evaluation zeigte, dass die am "Sprint"-Projekt teilnehmenden Schüler dem Unterricht besser folgen konnten. Dadurch erlangten sie eine höhere Motivation zum Lernen und erreichten bessere Noten. Darüber hinaus wurde ihr Horizont durch den Kontakt zu den Studenten und durch die Exkursionen erweitert und ihre Neugier auf Erfahrungen außerhalb der bisher gewohnten Stadtteilgrenzen geweckt.

Auch die Lehramtsstudenten profitierten. Besonders wertvoll waren die beruflichen Praxiserfahrungen im pädagogischen Umgang mit Kindern mit Migrationshintergrund, die sonst während des Studiums zu kurz kommen. Darüber hinaus erhalten sie eine Praktikumsbestätigung am Ende eines Schuljahres.

Unsere Bewertung

Wirkungspotential des Projekts

Wirkungspotential des Projekts

Leistungsfähigkeit der Organisation

Leistungsfähigkeit der Organisation
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