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Wohngruppe für Menschen mit Demenz im Quartier Vauban

WOGE e.V.

Auf einen Blick

Ab ins Heim? Nicht nötig! Die Demenz-WG des WOGE e. V. bietet Menschen mit Demenz ein auf ihre Bedürfnisse abgestimmtes Lebensumfeld.

Wohngruppe für Menschen mit Demenz im Quartier Vauban

Wohngruppe für Menschen mit Demenz im Quartier Vauban

Das Projekt

Individuelles Wohnen, geteilte Verantwortung: WOGE wurde von einer Pflegefachkraft, einer Sozialarbeiterin und Angehörigen von Erkrankten gegründet, die für ihre demenzkranken Familienmitglieder selbstbestimmtes Wohnen jenseits von Minuten-Pflege und Massenbetrieb schaffen wollten.

In der Wohngruppe geht es vor allem um Normalität. Pflegerische, soziale und hauswirtschaftliche Aktivitäten sollen bei der Tagesgestaltung so Hand in Hand gehen, dass Alltagstätigkeiten und nicht die Krankheit das Leben der Bewohner dominieren.

Die Wohnung für zehn Menschen mit Demenz ist großzügig geschnitten und mit vielem ausgestattet, was eine lebensweltorientierte und alltagsnahe Betreuung erleichtert, zum Beispiel mit einer großen Wohnküche und einem Klavier.

Ein wichtiger Baustein sind die Angehörigen. Als Auftraggeber und somit Träger der Wohngruppe haben sie nicht nur Entscheidungsrechte, sondern auch die Pflicht, sich einzubringen beziehungsweise Bevollmächtigte dafür zu benennen. Die Betreuung und Pflege übernehmen Alltagsbegleiter und Fachpflegekräfte, die von Freiwilligen und Praktikanten unterstützt werden.

Die Evangelische Sozialstation Freiburg im Breisgau stellt den Pflegedienst, die Vermietung obliegt der W.A.S. GmbH. WOGE ist eine Gesellschafterin der W.A.S. GmbH und nimmt eine koordinierende Brückenfunktion zwischen Vermietung und Pflege wahr.

Das wirkt!

Baden-Württemberg führte als eines der ersten Bundesländer ein Landesheimgesetz mit entsprechenden Vorgaben für ambulant betreute Wohngemeinschaften ein. Die Zeichen für WOGE e. V. standen günstig – und der Verein hat viel daraus gemacht. Die Wohngruppe ist seit dem Erstbezug voll ausgelastet, es gibt sogar eine Warteliste.

Die Zufriedenheit der dementen Bewohner lässt sich nur schwer ermitteln, dennoch gibt es Indikatoren, die zeigen, dass sie sich wohlfühlen. Ihr physischer wie psychischer Zustand verbessert sich häufig nach dem Einzug. Regelmäßige Mahlzeiten, eine stabile Tages- und Nachtstruktur sowie aktivierende Tätigkeiten tragen ihren Teil dazu bei.

Angehörige fühlen sich durch das Angebot der Wohngruppe deutlich entlastet, ohne jedoch alle Verantwortung mit dem Einzug abzugeben. Die Wohngemeinschaft ist optimal in weitere Aktivitäten des Vereins eingebunden, deren Resultate ebenfalls überzeugen.

Das Café WOGE ist vielbesuchter Treffpunkt – auch für die Angehörigen. Die Qualifizierungskurse sind voll ausgebucht und werden, wie eine umfangreiche Selbstevaluation zeigt, von den Teilnehmern durchweg positiv beurteilt.

Das Wohnviertel hat sich durch den Einsatz der Bürger zu einer modernen Siedlung entwickelt, die auf Selbstorganisation und Nachbarschaftshilfe baut. Besser könnte eine WG für Menschen mit Demenz nicht eingebunden sein als in einen Bezirk, in dem bürgerschaftliches Engagement großgeschrieben wird.

Unsere Bewertung

Wirkungspotential des Projekts

Wirkungspotential des Projekts

Leistungsfähigkeit der Organisation

Leistungsfähigkeit der Organisation
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