Insbesondere die von Ihnen vorgestellten „TOP-Projekte“ zeigen eindrucksvoll, wie sich zahlreiche Menschen und Organisationen in Deutschland für die Integration und Zukunfts- chancen junger Menschen einsetzen.
Kontakt

Bettina Kurz
Analyse & Forschung
Anna-Louisa-Karsch-Straße 2
10178 Berlin
Tel: +49. 30. 52 00 65 - 311
Bettina.Kurz@phineo.org
Kontakt aufnehmen
Kontakt

Franziska Silbermann
Kommunikation
Anna-Louisa-Karsch-Straße 2
10178 Berlin
Tel: +49. 30. 52 00 65 - 320
Franziska.Silbermann@phineo.org
Kontakt aufnehmen
Berufskarriere statt Hartz-IV-Karriere
Wenn Betriebe und Auszubildende nicht zusammen kommen, müssen beide Seiten etwas tun. Der neue PHINEO-Themenreport "Hartz geklingelt? Jugendlichen echte Berufsperspektiven schaffen" zeigt: Wer die Ausbildungsreife junger Menschen aktiv vorantreiben möchte, steht nicht allein da. Gemeinnützige Organisationen schlagen hier eine Brücke und bieten gezielt Projekte an, die vor allem bildungsschwache Jugendliche auf dem Weg in die Berufswelt begleiten.
Für viele Ausbildungsbetriebe wird es immer schwieriger, geeignete Bewerber zu finden. Immer wieder wird die mangelnde Ausbildungs- reife der Jugendlichen kritisiert. Neben der Politik sind jedoch auch die Betriebe in der Pflicht, junge Menschen mit Berufsstart- schwierigkeiten zu unterstützen. Davon profitieren beide Seiten: Die Jugendlichen erhalten Zukunftsperspektiven und die Unternehmen sichern sich fachkundigen Nachwuchs. Denn gerade in Zeiten des demo- grafischen Wandels kann es sich die Wirtschaft nicht erlauben, diese Gruppe auf dem Arbeitsmarkt von vornherein auszuschließen.
Welche Gründe hinter der Problematik stecken, zeigt der neue PHINEO-Themenreport „Hartz geklingelt? Jugendlichen echte Berufsperspektiven schaffen". Er beschreibt die Rollen der verschiedenen gesellschaftlichen Akteure im Themenfeld Berufsvorbereitung und identifiziert erfolgversprechende Lösungsansätze: Wo Staat, Wirtschaft und Familie nicht helfen können, treten gemeinnützige Organisationen auf den Plan. PHINEO stellt erfolgreiche Handlungsansätze in diesem Bereich vor und empfiehlt bundesweit 18 wirkungsvolle Projekte gemeinnütziger Organisationen zum Berufseinstieg.
Unternehmen: Ausbildungsreife selbst vorantreiben
Für Unternehmen gibt es unterschiedliche Ansatzpunkte, um jungen Menschen bessere Chancen auf dem Arbeitsmarkt zu ermöglichen:
- Die Betriebe können Projekte gemeinnütziger Organisationen bereichern und den jungen Teilnehmern beispielsweise in Schnuppertagen oder Workshops den Nutzen von Theoriewissen in der Praxis vermitteln.
- Einige Programme setzen bereits in der Schule an. Hier können Unternehmen als Praxispartner Einblicke in den Berufsalltag geben, aber auch Überzeugungsarbeit leisten und Jugendlichen vermeintlich unattraktive Berufe schmackhaft machen.
- Neben solchen gewinnbringenden Kooperationen können Unternehmen die Projekte auch finanziell unterstützen und so den jungen Menschen bessere Chancen auf dem Arbeitsmarkt ermöglichen.
Im PHINEO-Themenreport erfahren Unternehmen, wie sie wirkungsvolle Projekte im Übergang von der Schule in den Beruf identifizieren können und wo es besonderen Förderbedarf gibt.
"Für Ihr Bestreben, zusätzlich zu den von der Bundesagentur für Arbeit, den Jobcentern, den Trägern der Jugendhilfe, den Ländern und anderen Akteuren finanzierten Projekten verstärkt soziale Investoren dafür zu gewinnen, in besonders wirksame und unterstützenswerte Initiativen zu investieren, möchte ich Ihnen danken." Robert Lorentz, Bundesministerium für Arbeit und Soziales, Referat Berufsberatung, Ausbildungsvermittlung, Ausbildungsförderung
Übergänge, die entscheiden: Jugendliche gezielt abholen
Im Laufe des Lebens gibt es eine Handvoll Momente, die für die Zukunft eines Menschen richtungsweisend sind. Der Übergang von der Schule in den Beruf ist ein solcher Moment. Hier entscheidet sich, ob Jugendliche eine Ausbildung beginnen und so das Tor zum beruflichen Erfolg öffnen.
Besonders bildungsschwache Jugendliche können hier an unterschiedlichen Stellen stolpern und fallen. Dreh- und Angelpunkt ist dabei der Einstieg in eine Berufsausbildung. Dieser ist vergleichbar mit einem
Zug, der zu einer bestimmten Zeit vom Bahnhof aus in eine bestimmte Richtung fährt. Für viele Jugendliche ist es schwer, pünktlich die richtige Bahn zu erwischen, also einen gelungenen Berufsstart hinzulegen. Mehr dazu auf Seite 9 des Themenreports.
Jeder Stolperstein, über den benachteiligte Jugendliche in der Übergangsphase von der Schule in den Beruf fallen können, ist ein Anknüpfungspunkt für soziales Engagement. So vielfältig wie die Ursachen fürs Scheitern sind auch die Handlungsansätze, mit denen gemeinnützige Akteure diesen Problemen begegnen:
- Berufsorientierung
- Produktionsschulen
- Praxisklassen
- Berufsvorbereitung
- Berufsausbildung
- Individuelles Übergangsmanagement
- Patenschaften
PHINEO stellt im Themenreport die sieben Schwerpunkte gemeinnütziger Bildungsarbeit für Jugendliche mit Berufsstartschwierigkeiten vor. Mehr lesen ab Seite 16 des Themenreports.
Qualitätscheck: Wirkungsvolles Engagement
Staatliche, privatwirtschaftliche und zivilgesellschaftliche Akteure engagieren sich auf vielfältige Weise für den Berufseinstieg benachteiligter Jugendlicher. Angebotsvielfalt allein ist kein Garant für Qualität und Wirkung.
Das stellt Soziale Investoren vor ähnliche Herausforderungen wie die jungen Menschen selbst: Sie müssen unter den vielen Projekten jenes auswählen, das sich am besten mit ihren Vorstellungen und Ansprüchen deckt. Ihr Gradmesser: Qualität. Diese kann sich an verschiedenen Stellen zeigen – in Strukturen und Konzepten ebenso wie in der Fähigkeit, über den Tellerrand zu schauen. Soziale Investoren können im Dialog mit den gemeinnützigen Organisationen einzelne Aspekte abklopfen und anhand des PHINEO-Qualitätschecks überprüfen, wo ein Projekt steht.
Die folgende Checkliste aus dem Report "Hartz geklingelt? Jugendlichen echte Berufsperspektiven schaffen" hilft dabei, sich ein Bild von der Qualität der Projekte zu machen:











