Paten für Arbeit in Essen e.V.

Ausbildungspatenschaften

Das Projekt wurde mit dem Wirkt-Siegel prämiert: Februar 2011

Benachteiligte Jugendliche brauchen auf ihrem Weg ins Arbeitsleben Sicherheit und Unterstützung. Das Projekt Ausbildungspatenschaften bietet für viele die erste tragfähige Beziehung.

Der Verein "Paten für Arbeit in Essen e. V." ist eine gemeinsame Initiative des Essener Unternehmensverbandes, der Kreishandwerkerschaft, der Industrie- und Handelskammer, der Gewerkschaften, der Agentur für Arbeit und der Stadtverwaltung Essen. Er wurde von Entscheidungsträger*innen dieser Organisationen gegründet, die den Bedarf an individueller Begleitung Jugendlicher auf dem Weg in den Beruf erkannt haben. Es gilt, die Ausbildungsfähigkeit der Jugendlichen zu erhöhen.

Im Projekt Ausbildungspatenschaften begleiten engagierte Menschen verschiedenster Altersstufen und beruflicher Hintergründe als ehrenamtliche Pat*innen junge Menschen von der Berufswahl über den Bewerbungsprozess bis zum Ende der Ausbildung.

Haupt- und Gesamtschüler*innen der neunten und zehnten Klassen werden von ihren Lehrer*innen für eine Patenschaft empfohlen. Die Pat*innen bauen ein Vertrauensverhältnis zu ihrem Schützling auf und halten Kontakt zu den Eltern und zum Ausbildungsbetrieb, vermitteln bei Konflikten und fördern so Motivation und Durchhaltevermögen. Sie helfen beim Ausbau wichtiger Fähigkeiten wie Pünktlichkeit, Leistungsbereitschaft und Verantwortungsbewusstsein.

Etwa die Hälfte der Patenkinder hat einen Migrationshintergrund. Um auch deren Eltern in das Projekt einzubeziehen, wurden gemeinsam mit dem türkischen Generalkonsulat türkischsprachige Informationsmaterialien entwickelt. Von der Unterstützung bei der Suche nach dem passenden Ausbildungsplatz über Nachhilfe in Mathematik bis zur Hilfe bei persönlichen Problemen: Pat*innen und Patenkinder teilen Krisen und feiern gemeinsam Erfolge.

Das echte Interesse an ihrer Person gibt den jungen Menschen Selbstvertrauen und den nötigen Rückhalt, um ihren Weg in den Beruf erfolgreich zu gehen. Die Patenarbeit begann 2001 an zwei Schulen mit insgesamt sieben Pat*innen im Rentenalter. Seitdem wurden über 400 Patenschaften vermittelt. Die Pat*innen sind zwischen 20 und 70 Jahre alt, kommen aus fast allen sozialen Schichten und haben die unterschiedlichsten beruflichen Hintergründe.

Viele Pat*innen stellen sich nach einer abgeschlossenen Patenschaft wiederholt zur Verfügung, weil sie sie als bereichernd und wirksam empfinden. Die kooperierenden Schulen melden Positives zurück: Ohne Paten würden viele der Hauptschüler*innen keinen Ausbildungsplatz bekommen.

Die Gründungsgeschichte des Projekts wirkt auch Jahre später nach: Durch die enge Verknüpfung der verschiedensten Akteure ist das Projekt besonders in der Lage, das Thema Jugendarbeitslosigkeit auf der Agenda zu halten und für die Schwierigkeiten der Jugendlichen zu sensibilisieren.

Achtung: Daten nicht mehr aktuell

Das Projekt wurde bereits vor längerer Zeit ausgezeichnet, daher sind einige Angaben nicht mehr aktuell. Das Wirkt-Siegel gilt aber weiterhin. Bei Fragen kontaktieren Sie uns gern!

Wirkt! geprüft & empfohlen

Themenbereiche

  • Bildung & Qualifizierung
  • Patenprogramme

Zielgruppe

  • Kinder & Jugendliche
  • Sozial Schwache

Standort

  • Nordrhein-Westfalen

Reichweite

  • Regional