Das Klingende Museum in Berlin

Das Pro­jekt wurde mit dem Wirkt-Siegel prämiert: März 2010

Im Klin­gen­den Muse­um ent­deck­en Kinder und Jugendliche spielerisch und durch pro­fes­sionelle Anleitung, wie Musik funk­tion­iert“.

Anfassen, rein­blasen, draufhauen: Seit 2002 gibt es in Berlin ein Klin­gen­des Muse­um”. Ein Dop­peldecker­bus wurde in Das Klin­gende Mobil” ver­wan­delt: eine Musikin­stru­menten­samm­lung auf vier Rädern und zwei Eta­gen. Mehr als 50 Instru­mente: Alles, was man zum Klassik‑, Rock- und Jaz­zspie­len braucht. 

Das Klin­gende Mobil fährt Schulen, Kitas und Jugen­dein­rich­tun­gen an und sorgt regelmäßig für Begeg­nun­gen der musikalis­chen Art. Es geht nicht um Musikun­ter­richt, son­dern vor allem darum, etwas auszupro­bieren. Anfassen, rein­blasen, draufhauen” heißt das Mot­to. Es heißt aber auch: zuhören, wenn ein ander­er spielt. 

Inzwis­chen hat das Klin­gende Muse­um einen fes­ten Ort in der Berlin­er Garten­stadt Atlantic. Wochen­tags sind hier jeden Tag Schulk­lassen und Kitas zu Besuch. Außer­dem kön­nen jeden Monat Fam­i­lien beim Open House auf musikalis­che Ent­deck­ungsreise gehen. Außer­dem erlauben ein­mal im Monat Work­shops eine Ver­tiefung der musikalis­chen Erfahrung (nach Voranmeldung). 

Den Dop­peldecker­bus kon­nte man nicht hal­ten, stattdessen fährt jet­zt ein Klein­bus als Klin­gen­des Mini-Mobil. An Bord sind qual­i­fizierte Musikbotschafter*innen, die sich­er­stellen, dass die Begeg­nung zwis­chen Instru­menten und Kindern vor allem Spaß bringt und es beim lustvollen Abbau von Hemm­schwellen nicht zu Bruch­landun­gen kommt. 

Der Wirkungskreis des Klin­gen­den Muse­ums ist Berlin. Hier beste­hen inzwis­chen Kon­tak­te zu 150 Kitas und Schulen, ins­beson­dere zu Grund­schulen. Doch auch Leis­tungskurse an Gym­nasien sind mit von der Par­tie. Das Klin­gende Mobil fährt zudem bun­desweit Ver­anstal­tun­gen und Schulen an. Nachah­mer gibt es bere­its in Län­dern wie Öster­re­ich und Polen, aber auch Kam­bod­scha und Japan. 

Die Wartezeit für Musikschulen in Berlin beträgt gern mal 24 Monate, gle­ich welch­es Instru­ment man ler­nen möchte. Offen­bar fehlt es nicht am Inter­esse, son­dern an ein­er aus­re­ichen­den Infra­struk­tur für musikalis­che Ange­bote. In dieser Ver­sorgungslücke” agiert das Klin­gende Muse­um Berlin. Die Idee, getra­gen von einem kom­pe­ten­ten, ehre­namtlich arbei­t­en­den Team, ist ein­fach und wirksam.

  • Ein Instru­ment in der Hand zu hal­ten, öffnet einen unmit­tel­bar­eren Zugang zum The­ma Musik als nur” den Profis zuzuhören.
  • Das Aus­pro­bieren fördert Selb­st­wahrnehmung und Selb­st­be­wusst­sein: Das kann ich auch.”
  • Gle­ichzeit­ig wird die Notwendigkeit erfahren, auch mal still zu sein, um bei den anderen zu lauschen.
  • Nur über einen kom­pe­tent begleit­eten Erstkon­takt kön­nen sich Ver­ständ­nis für und Inter­esse an einem Instru­ment entwickeln.
  • Das Klin­gende Muse­um Berlin kann, angesichts der fehlen­den schulis­chen Ange­bote, diese nicht erset­zen, aber sin­nvoll ergänzen und als Stim­u­lus wirken.

Diese Daten nicht mehr aktuell.
Das Projekt wurde bereits vor längerer Zeit ausgezeichnet, daher sind einige Angaben nicht mehr aktuell. Das Wirkt-Siegel gilt aber weiterhin. Bei Fragen kontaktieren Sie uns gern!

Themenbereiche

  • Musik & Kultur

Zielgruppe

  • Kinder & Jugendliche

Standort

  • Berlin

Reichweite

  • Regional
  • Bundesweit