HIPPY

Das Pro­jekt wurde mit dem Wirkt-Siegel prämiert: Dezem­ber 2010

Bil­dungs­be­nachteiligte Eltern mit Migra­tionsh­in­ter­grund kön­nen ihre Kinder oft­mals nicht so unter­stützen, wie sie es wün­schen. HIP­PY geht aktiv auf die Eltern zu und stärkt ihre Erziehungskompetenz.

HIP­PY ist die Abkürzung für Home Instruc­tion for Par­ents of Preschool Young­sters und bedeutet – frei über­set­zt – Haus­be­such­spro­gramm für Eltern mit Kindern im Vorschulalter.

Das Pro­gramm unter­stützt bil­dungs­be­nachteiligte Eltern dabei, ihre drei- bis sech­sjähri­gen Kinder zu Hause in der Entwick­lung zu fördern. Eltern mit Migra­tionsh­in­ter­grund wer­den beson­ders ange­sprochen. Der HIP­PY Deutsch­land e.V. koor­diniert die Ver­bre­itung des klar struk­turi­erten Konzepts der Eltern­bil­dung über zahlre­iche Kooperationspartner*innen in ganz Deutsch­land.

Aktiv­ität­shefte, Geschicht­en­büch­er und geometrische Fig­uren – das wöchentliche HIP­PY-Paket bein­hal­tet ein­fache und niedrigschwellige Anre­gun­gen, wie Eltern ihre Kinder spie­lend fördern kön­nen. Die kindgerecht­en Mate­ri­alien sind ansprechend gestal­tet. Sie wur­den von Fach­leuten konzip­iert und wer­den stetig weit­er­en­twick­elt. Die einzel­nen Übun­gen dauern nicht länger als 15 Minuten täglich. Diese Aktiv­itäten zu Hause ergänzen die Arbeit des Kinder­gartens mit dem Ziel, die Kinder fit für die Schule zu machen. Die Ergeb­nisse wer­den jew­eils in der darauf­fol­gen­den Woche mit ein­er qual­i­fizierten Laien­helferin, die meist einen ähn­lichen Migra­tionsh­in­ter­grund hat, im Haus der Fam­i­lie besprochen.

Zweimal monatlich find­en zum Erfahrungsaus­tausch und zur Wis­sensver­tiefung Tre­f­fen von Stadt­teil­grup­pen mit 12 – 15 Fam­i­lien statt. Sie wer­den von ein­er päd­a­gogis­chen Fachkraft (Koordinator*in) geleit­et. Diese Koor­di­na­torin schult auch die Haus­be­sucherin­nen. Bei den Tre­f­fen wer­den jew­eils The­men aus den Bere­ichen Erziehung, Gesund­heit, Ernährung bearbeitet.

Das HIP­PY-Pro­gramm stammt aus den USA, wo Unter­suchun­gen bele­gen, dass die am Pro­gramm teil­nehmenden Kinder gut für den ersten Schulbe­such vor­bere­it­et sind und auch sprach­lich keine Prob­leme haben. Die Fam­i­lien fühlen sich bess­er inte­gri­ert und haben mehr Bezug zu ihrem lokalen Umfeld. Außer­dem wird das Ver­trauen in die Bil­dungsin­sti­tu­tio­nen der Auf­nah­mege­sellschaft gestärkt. Für Deutsch­land ste­ht eine solche Studie noch aus. 

Allerd­ings bericht­en am HIP­PY-Pro­gramm­beteiligte Fam­i­lien und Schulen von äußerst pos­i­tiv­en Rück­mel­dun­gen. Ärzte, die die Schuleig­nung­sun­ter­suchun­gen durch­führen, erken­nen deut­liche Unter­schiede zwis­chen HIP­PY- und­Nicht-HIP­PY-Kindern. Auch wird der All­t­ag der Migranten­fam­i­lien nach­haltig bee­in­flusst. Ins­beson­dere die Müt­ter verän­dern ihre Außen­wirkung, wer­den selb­st­be­wusster, kom­mu­nizieren nach außen und machen zum Teil selb­st eine Bil­dungskar­riere”. Dies hat wiederum einen direk­ten Ein­fluss auf den Bil­dungsweg ihrer Kinder.

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Themenbereiche

  • Flucht & Integration
  • Armut

Zielgruppe

  • Kinder & Jugendliche
  • Eltern
  • Sozial Schwache
  • Flüchtlinge & Migrant*innen

Standort

  • Berlin
  • Bayern
  • Nordrhein-Westfalen
  • Baden-Württemberg
  • Hessen
  • Hamburg
  • Niedersachsen
  • Schleswig-Holstein
  • Bremen

Reichweite

  • Regional
  • Bundesweit