IcanDo – Gewaltprävention an Schulen

Das Pro­jekt wurde mit dem Wirkt-Siegel prämiert: April 2015

Gewalt­präven­tion & ein faires Miteinan­der unter Mäd­chen und Jun­gen – das set­zt Ican­Do erfol­gre­ich um.

An Schulen tre­f­fen unter­schiedliche Kul­turen, Werte und sozioökonomis­che Hin­ter­gründe aufeinan­der. Manche Mäd­chen und Jun­gen reagieren schon mal mit Gewalt auf für sie unge­wohnte Sit­u­a­tio­nen wie diese. Ich kann es schaf­fen” – unter diesem Mot­to möchte Ican­Do Kinder und Jugendliche dazu befähi­gen, Kon­flik­te kon­struk­tiv anzugehen.

In Pro­jek­t­ta­gen und im Rah­men des Ganz­tags set­zt die Organ­i­sa­tion speziell auf die jew­eilige Schule zugeschnit­tene Maß­nah­men um. Ican­Do verknüpft dabei sozialar­bei­t­er­ische Meth­o­d­en mit Spiel, Sport und Bewe­gung. In den Bewe­gung­sein­heit­en wer­den beste­hende Kon­flik­te the­ma­tisiert und die Stärken der Kinder und Jugendlichen betont.

Je nach Bedarf nehmen die Mäd­chen und Jun­gen zum Beispiel an einem Drachen­bootren­nen teil, erar­beit­en faire Fußball­regeln für den Schul­hof oder ler­nen einen angemessen Umgang mit Kraft und Aggres­sion beim Rin­gen und Raufen. Zwis­chen den Übun­gen sprechen sie in Reflex­ion­sein­heit­en über die Erleb­nisse im Spiel und erar­beit­en Lösun­gen für Konflikte.

Ican­Do fördert Hand­lungskom­pe­ten­zen wie Team­fähigkeit und Kon­flik­t­fähigkeit sowie emo­tionale Kom­pe­ten­zen. Das Pro­gramm wird derzeit an 18 Schulen umge­set­zt. Ican­Do wird als viel­seit­iger Konzep­tansatz auch in anderen Pro­jek­ten einge­set­zt, etwa in Feri­en­camps für Flüchtlinge, Pro­jek­ten zum sozialen Ler­nen in Kitas etc.

Ican­Do nimmt das Gesamt­sys­tem Schule in den Blick: Welche Sit­u­a­tio­nen begün­sti­gen Gewalt? Welche Ursachen gibt es für Kon­flik­te? Und welche Rolle spie­len die Schüler*innen und Lehrer*innen?

Ican­Do erstellt gemein­sam mit der Schule ein indi­vidu­elles Konzept und sucht nach Win-Win-Lösun­gen im Kon­flik­t­fall. Das Pro­gramm basiert auf Erken­nt­nis­sen der Sport- und Sozial­wis­senschaften, Psy­cholo­gie und Neu­rowis­senschaften. Die Lehrer*innen schlüpfen während des Train­ings in eine Beobachter­rolle und ler­nen, wie sie die Prozesse im Anschluss an das Pro­jekt weit­er­führen kön­nen. Sie bericht­en außer­dem, dass sie durch die Teil­nahme am Pro­jekt viele Stärken und Ressourcen ihrer Schüler*innen erkan­nt haben.

Darüber hin­aus hat sich gezeigt, dass sie selb­st offen­er für eine kri­tis­che Reflex­ion des eige­nen (Vor­bild-) Ver­hal­tens gewor­den sind. An eini­gen Ican­Do-Schulen ist das Gewaltver­hal­ten gemindert wor­den. Einige fest­ge­fahrene Gewalt­si­t­u­a­tio­nen kon­nten erfol­gre­ich gelöst, die sozialen Bindun­gen zwis­chen den Schüler*innen gestärkt werden.

Diese Daten nicht mehr aktuell.
Das Projekt wurde bereits vor längerer Zeit ausgezeichnet, daher sind einige Angaben nicht mehr aktuell. Das Wirkt-Siegel gilt aber weiterhin. Bei Fragen kontaktieren Sie uns gern!

Themenbereiche

  • Sport

Zielgruppe

  • Kinder & Jugendliche

Standort

  • Niedersachsen

Reichweite

  • Regional