Inklusive Kinderkrippe

Das Pro­jekt wur­de mit dem Wirkt-Sie­gel prä­miert: März 2014

Inklu­si­on von Anfang an: In der nest­wär­me-Kin­der­krip­pe wer­den Kin­der mit und ohne Behin­de­rung oder chro­ni­scher Erkran­kung gemein­sam betreut – und ler­nen Unter­schied­lich­keit zu schätzen.

Inklu­si­on von Anfang an: In der nest­wär­me-Kin­der­krip­pe wer­den Kin­der (zwei Mona­te bis drei Jah­re) mit und ohne Behin­de­rung oder chro­ni­scher Erkran­kung gemein­sam betreut.

In jeder der drei Grup­pen sind acht Kin­der, jeweils drei von ihnen haben einen beson­de­ren För­der­be­darf. Jede Grup­pe wird von zwei päd­ago­gi­schen Fach­kräf­ten und einer Kin­der­kran­ken­schwes­ter betreut. Eine ech­te Rari­tät, denn das Betreu­ungs- und Pfle­ge­sys­tem in Deutsch­land ist bis­lang kaum auf Teil­ha­be ausgerichtet. 

Eltern eines Kin­des mit erhöh­tem För­der­be­darf fin­den sel­ten einen Betreu­ungs­platz, blei­ben län­ger zu Hau­se. Weil aber die Ver­sor­gung ihres Kin­des mit­un­ter sehr auf­wän­dig ist, bleibt den Eltern kaum Zeit für die gesun­den Geschwis­ter­kin­der und die eige­nen Bedürfnisse.

In der UN-Behin­der­ten­rechts­kon­ven­ti­on ist zwar ein Recht auf inklu­si­ve Beschu­lung fest­ge­schrie­ben, doch das greift eigent­lich zu spät: Kin­der ler­nen von Geburt an, Unter­schie­de wahrzunehmen.

nest­wär­me möch­te mit ihrem aus­ge­feil­ten päd­ago­gi­schen Kon­zept schon in der Kin­der­krip­pe dazu bei­tra­gen, dass alle Kin­der ihre Fähig­kei­ten in ihrem eige­nen Tem­po ent­wi­ckeln kön­nen und ande­re Men­schen so akzep­tie­ren, wie sie sind. Hier fin­det jedes Kind einen Platz – Kin­der ohne Ein­schrän­kung eben­so wie Kin­der mit schwers­ten Behinderungen.

In der nest­wär­me-Kin­der­krip­pe ler­nen schon die Kleins­ten, dass Anders­sein okay ist! Jedes Kind wird ent­spre­chend sei­nen Bedürf­nis­sen geför­dert, und die Ent­wick­lung aller Kin­der wird genau beob­ach­tet und dokumentiert.

Von einer der­ar­tig inten­si­ven Betreu­ung und dem natür­li­chen Mit­ein­an­der pro­fi­tie­ren alle Kin­der. Für sie ist es voll­kom­men nor­mal, dass zum Bei­spiel Sarah nicht lau­fen und spre­chen kann und dass Fre­de­rik über eine Son­de ernährt wird.

Für die Eltern ist das Ange­bot nicht nur eine Ent­las­tung, son­dern auch Inspi­ra­ti­on: Vie­le Müt­ter und Väter von Kin­dern ohne Ein­schrän­kun­gen erle­ben erst­mals, was inklu­si­ve Ange­bo­te bewir­ken kön­nen – und for­dern Inklu­si­on auch in ande­ren Lebens­be­rei­chen ein. Das Kon­zept hat bereits ers­te Nach­ah­mer gefunden.

Auch das Land Rhein­land-Pfalz greift bei der Eröff­nung wei­te­rer inklu­si­ver Krip­pen­grup­pen ande­rer Trä­ger dank der guten Lob­by­ar­beit der Orga­ni­sa­ti­on inzwi­schen auf das nest­wär­me-Kon­zept zurück.

Diese Daten nicht mehr aktuell.
Das Projekt wurde bereits vor längerer Zeit ausgezeichnet, daher sind einige Angaben nicht mehr aktuell. Das Wirkt-Siegel gilt aber weiterhin. Bei Fragen kontaktieren Sie uns gern!

Themenbereiche

  • Inklusion & Teilhabe

Zielgruppe

  • Kinder & Jugendliche
  • Menschen mit Behinderung
  • Breite Öffentlichkeit

Standort

  • Rheinland-Pfalz

Reichweite

  • Regional