Münchner Woche für seelische Gesundheit

Das Pro­jekt wurde mit dem Wirkt-Siegel prämiert: August 2012

Viele Depres­sio­nen bleiben unerkan­nt. Das Münch­n­er Bünd­nis gegen Depres­sion ver­net­zt und klärt auf.

Rund 70.000 Men­schen lei­den allein in München an ein­er behand­lungs­bedürfti­gen Depres­sion. Doch aus Angst vor Stig­ma­tisierung scheuen sich viele Erkrank­te, um Hil­fe zu bit­ten. Die Münch­n­er Woche für Seel­is­che Gesund­heit” informiert und ver­net­zt mit geball­ter Kraft – und ist die erste Mit­mach-Ver­anstal­tung dieser Art.

Das Münch­n­er Bünd­nis bringt hier alle wichti­gen Akteure aus der Region zusam­men. Beteili­gen kann sich jed­er, der im Bere­ich seel­is­che Gesund­heit aktiv ist. Bei zum Beispiel Impulsvorträ­gen und Klinikrundgän­gen, Med­i­ta­tionswork­shops und Musik­aben­den in ganz München wollen die einzel­nen Ver­anstal­ter vor allem eines: Vorurteile gegenüber psy­chis­chen Erkrankun­gen abbauen.

Mit zeit­gemäßer Öffentlichkeit­sar­beit inklu­sive Social-Media-Auftrit­ten hat die Münch­n­er Woche für Seel­is­che Gesund­heit” einen Eventcharak­ter, der alle Ziel­grup­pen anspricht und Bre­it­en­wirkung erzielt. Für die prak­tis­che Organ­i­sa­tion der Woche wurde eine Ini­tia­tiv­gruppe gebildet, in der sich über 20 Organ­i­sa­tio­nen, Ein­rich­tun­gen und Grup­pierun­gen engagieren.

Zusät­zlich zur Ver­anstal­tungswoche real­isiert das Münch­n­er Bünd­nis Aufk­lärungskam­pag­nen und Infor­ma­tionsver­anstal­tun­gen, erstellt Infor­ma­tionsvideos und ‑broschüren und schal­tet Kinospots. Ein weit­eres Steck­enpferd der Organ­i­sa­tion sind Fort­bil­dungsver­anstal­tun­gen, zum Beispiel für Ärzte, Psy­chother­a­peuten, Altenpflegekräfte und Lehrer. Ziel ist eine schnellere Diag­nose und Ther­a­pie von depres­siv­en Erkrankungen.

Die Münch­n­er Woche für Seel­is­che Gesund­heit” zeigt das große Poten­zial und die vielfälti­gen Möglichkeit­en auf, wie man Men­schen mit Depres­sion helfen und unter­stützen kann. Ange­bote für spezielle Ziel­grup­pen wie Men­schen mit Migra­tionsh­in­ter­grund oder Erwerb­slose präsen­tieren sich hier neben kreativ­en Maß­nah­men, Sport­pro­gram­men und Beratungsprojekten.

Davon prof­i­tieren nicht nur die Betrof­fe­nen, son­dern auch die Anbi­eter. Durch das gemein­same Engage­ment passiert die Ver­net­zung prak­tisch automa­tisch. Man plant gemein­sam, arbeit­et enger zusam­men – und kann voneinan­der lernen. 

Ein sys­tem­a­tis­ches Mon­i­tor­ing belegt: 60 Prozent der Befragten waren mit dem Ange­bot außeror­dentlich zufrieden, 89 Prozent wür­den es weit­erempfehlen. Schon vier weit­ere Land­kreise haben das Konzept der Ver­anstal­tungswoche übernommen.

In der kom­mu­nalen Poli­tik hält man große Stücke auf Organ­i­sa­tion und Pro­jekt, die als Vorzeige­beispiel für Primär­präven­tion psy­chis­ch­er Erkrankun­gen und öffentliche Sen­si­bil­isierung gelten.

Themenbereiche

  • Gesundheit & Pflege

Zielgruppe

  • Breite Öffentlichkeit

Standort

  • Bayern

Reichweite

  • Regional