Miteinander statt Nebeneinander

Das Pro­jekt wurde mit dem Wirkt-Siegel prämiert: Sep­tem­ber 2019

Für mich bedeutet Fahrrad­fahren Frei­heit.“ — Gemein­sam grün­de­ten die drei Sportwissenschaft­lerin­nen Shahrzad Moham­ma­di, Lena Pawelke und Clara Spei­del im Jahr 2016 den Vere­in Bike. Ihre Idee: Geflüchteten Mäd­chen und Frauen das Fahrrad­fahren beizubrin­gen.

In Deutsch­land auf zwei Rädern unter­wegs zu sein bedeutet für viele von ihnen Frei­heit und Unab­hängigkeit. Das Fahrrad­fahren macht die Mäd­chen und Frauen sozial und räum­lich mobil­er, eröffnet andere Möglichkeit­en für die Teil­nahme am gesellschaftlichen Leben und neue soziale Kon­tak­te. Und ganz neben­bei lässt es bei ihnen ein neues Selb­st­be­wusst­sein entstehen. 

Bei Bike Bridge geht es aber um noch mehr, näm­lich um die Begeg­nung zwis­chen den ehre­namtlichen Trainer­in­nen und den Teil­nehmerin­nen. Bei gemein­samen Touren oder beim Kochen tauschen sie sich auch über The­men jen­seits von Reifen­flick­en und Verkehrsregeln aus. Bei­de Seit­en schätzen die Begeg­nun­gen und den Aus­tausch, denn alle ler­nen jen­seits des Fahrrad­fahrens viel von- und miteinan­der. Die häu­fig recht engen Kon­tak­te helfen den Mäd­chen und Frauen, mögliche Berührungsäng­ste und Vorurteile abzubauen. 

Die Beschränkung des Pro­jek­ts auf Frauen war eine bewusste Entschei­dung. Oft wer­den ger­ade sie von herkömm­lichen Ange­boten schlecht oder nicht erre­icht. Der Vere­in ist mit­tler­weile auch in anderen Städten aktiv, z. B. in Stuttgart und Frank­furt am Main. 

2017 wurde er mit dem Deutschen Inte­gra­tionspreis ausgezeichnet.

Themenbereiche

  • Inklusion & Teilhabe

Zielgruppe

  • Mädchen & Frauen
  • Flüchtlinge & Migrant*innen

Standort

  • Baden-Württemberg

Reichweite

  • Regional
  • Bundesweit