SchlaU-Schule

Das Pro­jekt wurde mit dem Wirkt-Siegel prämiert: Jan­u­ar 2016

Die SchlaU-Schule ermöglicht jun­gen Flüchtlin­gen staatliche Schu­la­b­schlüsse – und ebnet ihnen so den Weg in den Arbeitsmarkt.

Eine Schule, die junge Geflo­hene gerne besuchen, ist ein her­vor­ra­gen­des Mit­tel gegen fehlende Ori­en­tierung, Per­spek­tivlosigkeit, Zukun­ft­sangst und die Tristesse der meis­ten Auf­nah­meein­rich­tun­gen. Die Münch­n­er SchlaU-Schule” ist solch ein Ort: Hier ler­nen junge Men­schen zwis­chen 16 und 25 indi­vidu­ell betreut in kleinen Klassen. Ziel ist der Mittelschulabschluss.

Lehrpläne und Schulfäch­er ori­en­tieren sich an Regelschulen, vieles wird jedoch flex­i­bler gehand­habt. So wech­seln die Schü­lerIn­nen – je nach Lern­fortschritt – auch mit­ten im Jahr die Klasse.

In der SchlaU-Schule ste­ht neben dem Stoff des Lehrplans die enge sozialpäd­a­gogis­che Betreu­ung im Fokus: Das Ver­hält­nis zwis­chen Ler­nen­den und Lehren­den ist durch per­sön­lich­es Ver­trauen geprägt.

Beruf­sori­en­tierung ist ein weit­er­er Punkt, auf den großer Wert gelegt wird: Beruf­sprak­ti­ka sind für alle Schü­lerIn­nen Pflicht. Nach zwei bis drei Jahren sind die meis­ten Jugendlichen bere­it für die Mit­telschul­prü­fung, für eine Aus­bil­dung oder den Wech­sel auf eine weit­er­führende Regelschule.

Das Engage­ment der Schule und des Schul­trägers endet jedoch keineswegs am Schul­tor. Die SchlaU-Schule set­zt sich außer­dem auf poli­tis­ch­er und gesellschaftlich­er Ebene für die Bil­dungs- und Aus­bil­dungsmöglichkeit­en junger Geflo­hen­er ein.

Nach der Ankun­ft in Deutsch­land fehlt vie­len jun­gen Flüchtlin­gen eine per­sön­liche Zukun­ft­saus­sicht. Dem set­zt die SchlaU-Schule eine Per­spek­tive ent­ge­gen: Sie kom­biniert flex­i­ble, indi­vidu­elle Bil­dungsver­mit­tlung mit sozialpäd­a­gogis­ch­er Begleitung und wirkt so als Brücke, über die auch entwurzelte oder vor­mals bil­dungs­ferne Jugendliche Zugang ins deutsche Regelschul­sys­tem finden.

Durch die inten­sive Betreu­ung gelingt der Über­gang in die Aus­bil­dung oder eine Regelschule recht schnell. Annäh­ernd hun­dert Prozent der Schü­lerIn­nen beste­hen die Abschlussprü­fung, fast 90 Prozent wer­den danach erfol­gre­ich ver­mit­telt – diese Quoten sprechen für sich.

Der Schu­la­b­schluss und die Aus­sicht auf einen Aus­bil­dungsplatz beweisen den jun­gen Men­schen, dass sie im neuen Land erfol­gre­ich Fuß fassen können.

Das Engage­ment der Schule trägt auch poli­tisch Früchte: Ihr Ein­satz hat entschei­dend dazu beige­tra­gen, dass bei der Beruf­ss­chulpflicht in Bay­ern kein Unter­schied zwis­chen Flüchtlin­gen und anderen Jugendlichen mehr gemacht wird.

Diese Daten nicht mehr aktuell.
Das Projekt wurde bereits vor längerer Zeit ausgezeichnet, daher sind einige Angaben nicht mehr aktuell. Das Wirkt-Siegel gilt aber weiterhin. Bei Fragen kontaktieren Sie uns gern!

Themenbereiche

  • Flucht & Integration
  • Bildung & Qualifizierung

Zielgruppe

  • Flüchtlinge & Migrant*innen

Standort

  • Bayern

Reichweite

  • Regional