Verrückt? na und! Seelisch fit in der Schule

Das Pro­jekt wur­de mit dem Wirkt-Sie­gel prä­miert: August 2012

Psy­chi­sche Erkran­kun­gen mani­fes­tie­ren sich oft in der Jugend. Ver­rückt? Na und!” macht Schü­lern Mut, Pro­ble­me gemein­sam mit ande­ren zu bewältigen.

Mit Mut-Machern zu mehr Offen­heit und Acht­sam­keit: Ver­rückt? Na und!” bricht das Schwei­gen und lädt jun­ge Men­schen zu einem offe­nen Aus­tausch über die gro­ßen und klei­nen Fra­gen zur see­li­schen Gesund­heit ein.

Ein Team aus Mode­ra­tor und Lebens­leh­rer”, also ein Arzt, Psy­cho­lo­ge oder Sozi­al­ar­bei­ter einer­seits sowie ein Betrof­fe­ner oder ehe­mals Betrof­fe­ner ande­rer­seits, führt in den Schu­len klas­sen­wei­se ein­tä­gi­ge Work­shops zum The­ma durch. Wel­che Erfah­run­gen haben die Jugend­li­chen bereits mit psy­chi­schen Erkran­kun­gen gemacht? Was wür­den sie in einer sol­chen Situa­ti­on tun, was wür­den sie sich wün­schen? Und wie gehen sie bis­lang mit Glück und mit Kri­sen um?

Dass fast jeder trau­ri­ge Pha­sen erlebt und schwie­ri­ge Situa­tio­nen ver­ar­bei­ten muss, ist eine wich­ti­ge Erkennt­nis für die jun­gen Men­schen. Sie erle­ben auch, dass die Mit­schü­ler zuhö­ren und Anteil­neh­men, den Geschich­ten Raum geben und ein­an­der hel­fen möch­ten. Beson­ders wich­tig ist das Gespräch mit einem Betrof­fe­nen. Dadurch bekommt das kom­ple­xe Kon­strukt see­li­sche Gesund­heit” ein Gesicht, ist zum Grei­fen nah – und dabei ganz normal.

Die Jun­gen und Mäd­chen ler­nen, wie sich eine Depres­si­on anfühlt, wo man Hil­fe bekommt und wie wich­tig es ist, gute Freun­de zu haben und nicht nur die guten Zei­ten zu genie­ßen, son­dern auch gemein­sam die Pro­ble­me zu meis­tern. Seit 2011 wird das Pro­jekt über ein Social-Fran­chise-Sys­tem verbreitet.

Ver­rückt? Na und!” wirkt dreifach:

  1. Das Pro­jekt hilft, psy­chi­schen Kri­sen vorzubeugen.
  2. Es macht den jun­gen Mensch Mut, auf­ein­an­der zuzu­ge­hen und offe­ner mit­ein­an­der zu reden – auch über erns­te und trau­ri­ge Themen.
  3. Und es hilft Betrof­fe­nen dabei, die eige­ne Erkran­kung schnel­ler und bes­ser zu verarbeiten.

Die Wirk­sam­keit wur­de bereits in ver­schie­de­nen Eva­lua­tio­nen belegt. Die Jugend­li­chen neh­men ihre eige­nen Stär­ken und Res­sour­cen, ihre Ängs­te, Vor­ur­tei­le und Vor­be­hal­te bes­ser wahr und ler­nen, sie zu ver­ste­hen. Sie erfah­ren, wo sie Hil­fe fin­den und wie sie Freun­de und Schul­ka­me­ra­den unter­stüt­zen kön­nen. Indem auch die Leh­rer in die Gesprächs­run­den ein­be­zo­gen wer­den, schär­fen sich ihre Anten­nen für die Befind­lich­kei­ten der Schü­ler und sie kön­nen leich­ter ein gutes Klas­sen­kli­ma schaffen.

Qua­li­täts­ma­nage­ment und die Wei­ter­ent­wick­lung des Ange­bots wer­den bei der Orga­ni­sa­ti­on groß­ge­schrie­ben. Das Pro­jekt eig­net sich her­vor­ra­gend für eine Ver­brei­tung via Social Fran­chise: Das Kon­zept­ge­rüst ist sim­pel und vor Ort leicht umsetz­bar, wäh­rend der Inhalt so gestal­tet ist, dass das Ange­bot maxi­mal wirkt. Ver­rückt? Na und!” wird seit 2009 durch eine Auf­klä­rungs­kam­pa­gne per­fekt ergänzt.

Diese Daten nicht mehr aktuell.
Das Projekt wurde bereits vor längerer Zeit ausgezeichnet, daher sind einige Angaben nicht mehr aktuell. Das Wirkt-Siegel gilt aber weiterhin. Bei Fragen kontaktieren Sie uns gern!

Themenbereiche

  • Gesundheit & Pflege
  • Prävention

Zielgruppe

  • Kinder & Jugendliche

Standort

  • Sachsen

Reichweite

  • Regional
  • Bundesweit
  • International