Fußball trifft Kultur

Das Pro­jekt wurde mit dem Wirkt-Siegel prämiert: April 2015

Kinder aus bil­dungs­fer­nen Fam­i­lien sind nicht düm­mer, aber häu­fig schw­er zu motivieren. Deshalb ver­sucht Lit­Cam, Kinder­herzen durch Fußball zu gewin­nen. Mit Erfolg!

Fußball trifft Kul­tur” ist Deutschnach­hil­fe, Fußball­train­ing und Kul­tur­pro­gramm in einem. Der Clou: Gebolzt wird nicht irgend­wo, son­dern in Koop­er­a­tion mit renom­mierten Clubs wie dem HSV, Hertha BSC, Schalke und Ein­tra­cht Frankfurt.

Fußball mit ihren Stars – diese Idee erobert Kinder­herzen im Sturm. Zweimal in der Woche tre­f­fen sich Acht- bis Zwölfjährige zum Train­ing mit dem Jugend­train­er des jew­eili­gen Vere­ins, anschließend ler­nen die Kids auf spielerische Weise Deutsch und Dig­i­tale Kom­pe­tenz oder üben mith­il­fe der Fußballta­belle Mathe. Ein­mal im Monat ste­ht Kul­tur auf dem Stun­den­plan, zum Beispiel mit einem Aus­flug ins Muse­um, dem Besuch ein­er Grafik-Werk­statt oder ein­er Bibliotheks-Rallye.

Das Pro­jekt wen­det sich an Schulen in sozialen Bren­npunk­ten und ins­beson­dere an Kinder mit Migra­tionsh­in­ter­grund und Sprach­prob­le­men. Die größte Her­aus­forderun­gen für Kinder aus bil­dungs­fer­nen Fam­i­lien liegt meist weniger in Fra­gen der Intel­li­genz als vielmehr in fehlen­der Moti­va­tion: Ohne Vor­bilder und Inspi­ra­tion pro­bieren sie sich nicht aus und kön­nen keine Vorstel­lung davon entwick­eln, welche Tal­ente in ihnen stecken.

Lit­Cam weiß, wie man Kinder richtig motiviert. Mit Fußball als Zugpferd eröff­nen sich den Mäd­chen und Jun­gen ganz neue Möglichkeit­en. Hier kön­nen sie Fre­und­schaften schließen, Teamgeist und Tol­er­anz entwick­eln, Erfolge erleben – und ler­nen, wie sie nach ein­er Nieder­lage wieder auf die Beine kom­men und weiterkämpfen.

Nicht nur im Deutschkurs, auch auf dem Fußballfeld oder beim Rap-Poet­ry-Work­shop hat Kom­mu­nika­tion eine hohe Pri­or­ität. So ler­nen die Kinder voneinan­der und miteinan­der. Der Schlüs­sel steckt in der Moti­va­tion und dem richti­gen Ans­porn: Wer zum Beispiel im Unter­richt stört, muss beim Fußball­train­ing auf die Bank.

Die Fußbal­lvere­ine stellen Train­er, Trikots, Bälle – und häu­fig einen ihrer Fußball­profis als Pro­jek­t­pat­en. Zudem ste­hen Aus­flüge in den Bere­ichen der Kul­tur und die Ver­mit­tlung dig­i­taler Kom­pe­ten­zen auf dem Pro­gramm. Davon prof­i­tieren alle Kinder. Sie schreiben in der Schule bessere Noten, ent­deck­en ver­bor­gene Tal­ente und Inter­essen, haben mehr Selb­stver­trauen, fühlen sich akzep­tiert und stärk­er in die Gemein­schaft inte­gri­ert – und manch ein­er von ihnen hat sich bere­its als vielver­sprechen­der Nach­wuchs­fußballer ent­pup­pt und trainiert nun mit der reg­ulären Jugendmannschaft.

Subject Areas

  • Sport
  • Flucht & Integration
  • Bildung & Qualifizierung
  • Armut

Target Group

  • Kinder & Jugendliche
  • Sozial Schwache
  • Flüchtlinge & Migrant*innen

Location

Range

  • Regional
  • Bundesweit