Jugendwerk

Das Pro­jekt wurde mit dem Wirkt-Siegel prämiert: Jan­u­ar 2016

Im Jugendw­erk tre­f­fen seit 20 Jahren Kinder mit und ohne Migra­tionsh­in­ter­grund auf Mäd­chen wie Jun­gens, mit und ohne Behin­derung. Prak­tisch gelebte Inklu­sion – die funktioniert!

Der Vere­in Jugendw­erk” im ost­friesis­chen Wittmund bietet für alle Kinder und Jugendlichen der Region eine bunte Palette an Aktiv­itäten und Mitmach-Möglichkeiten.

Kinder mit und ohne Migra­tionsh­in­ter­grund üben gemein­sam Hip-Hop oder leg­en einen Garten an, ler­nen Instru­mente, fahren auf Kanu-Aus­flüge oder zu ein­er nahegele­ge­nen KZ-Gedenkstätte. Allen Aktiv­itäten gemein­sam sind zwei Dinge: das Zusam­menge­hörigkeits­ge­fühl über sämtliche Unter­schiede hin­weg und der Grund­satz, mit ein­fachen Mit­teln, aber viel Engage­ment etwas Lebendi­ges her­anwach­sen zu lassen.

Inklu­sion ist Trumpf: Beim Jugendw­erk sind stets Kinder mit und ohne Migra­tionsh­in­ter­grund oder Fluchter­fahrung dabei, Mäd­chen wie Jun­gen, mit und ohne Behin­derung. Die Pro­jek­te entste­hen aus eigen­em Antrieb und nach dem Graswurzel­prinzip: Jugendliche brin­gen, zunächst unter Men­tor­ing der Vere­ins­führung, anderen Jugendlichen und Kindern etwas bei, das sie häu­fig selb­st im Jugendw­erk gel­ernt haben. Keimzelle war eine informelle Sport­gruppe für junge rus­sis­chstäm­mige Migrant*innen, zu der bald Jugendliche ganz unter­schiedlich­er Herkun­ft stießen.

Inzwis­chen pflanzt sich das Engage­ment auch über­re­gion­al fort, etwa wenn ein junger Syr­er zum Studieren nach Ham­burg zieht und dort eine Gitar­ren­gruppe für Kinder gründet.

Prak­tisch gelebte Inklu­sion macht den Erfolg des Jugendw­erks aus. Es ist lebendi­ges Beispiel dafür, dass Eigenini­tia­tive nach­haltig Früchte trägt. Kinder erleben, dass sie ungeachtet ihrer Herkun­ft Teil ein­er über­greifend­en Gruppe sind – das immu­nisiert gegen extrem­istis­che Ideologien.

Das Jugendw­erk bietet mehr als Freizeit­gestal­tung: Die Teil­nehmenden ler­nen Neues und haben Erfolge. Wenn sie in Altenheimen musizieren oder beim Stadt­fest den San­itäts­di­enst übernehmen, steigern sie ihr Selb­st­wert­ge­fühl und find­en Anerken­nung. Beim Weit­ergeben des eige­nen Wis­sens erleben sie, dass eigenes Engage­ment zu greif­baren Wirkun­gen führt und Sinn stiftet.

Jugendliche mit Ers­thelfer­wis­sen aus den Ret­tungsranger-Grup­pen des Jugendw­erks, die anschließend dem DRK, dem THW oder der Jugend­feuer­wehr beitreten, liefern einen sicht­baren Beweis dafür, dass die ganze Region von ihnen prof­i­tiert. Dadurch sor­gen sie aktiv dafür, dass Berührungsäng­ste und Vorurteile zwis­chen Ein­heimis­chen und Zuge­wan­derten abge­baut werden.

Subject Areas

  • Flucht & Integration
  • Inklusion & Teilhabe

Target Group

  • Kinder & Jugendliche

Location

Range

  • Regional