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CharityWatch streicht die Segel

Berlin, 28.02.2012

Thema: Wirksam Spenden

Der Kampf um Transparenz im Spendenmarkt geht aber weiter

Vier Jahre lang hatte sich CharityWatch-Gründer und Einzelkämpfer Stefan Loipfinger für mehr Transparenz von gemeinnützigen Organisationen und eine verbesserte Spendenkultur in Deutschland eingesetzt. Auf seiner „Warnliste“ stand so manch schwarzes Schaf, das mit unlauterem Gebahren die Hilfsbereitschaft der Menschen ausnutzte.

Doch Misstände zu entlarven, ist nur ein Weg, die Zivilgesellschaft zu verbessern. Ein anderer, gezielt die seriös arbeitenden Organisationen zu unterstützen. Diesen Weg beschreitet PHINEO nun seit einigen Jahren und hat inzwischen fast 100 Organisationen mit der PHINEO-Qualitätsempfehlung ausgezeichnet. „Wirklich gute Non-Profit-Organisationen zu finden, ist genauso schwierig wie die Jagd nach schwarzen Schafen. Aber am Ende wissen Geldgeber, wem sie wirklich vertrauen können“, erläutert PHINEO-Vorsitzender Dr. Andreas Rickert die Grundidee seiner Berliner Organisation.

Forderungen nach Transparenz über Finanzen und Organisations- strukturen von gemeinnützigen Organisationen teilt PHINEO in ganzer Linie und verlangt seit Langem eine verbindliche Publizitätspflicht für alle gemeinnützige Organisationen. Immerhin stellt der gemeinnützige Sektor mit seinen 550.000 eingetragenen Vereinen, 70.000 Selbsthilfegruppen und 18.000 Stiftungen einen bedeutenden Wirtschaftszweig dar: Mehr als zwei Millionen hauptamtliche Mitarbeiter erwirtschaften etwa fünf Prozent des Bruttoinlandproduktes. Der Non-Profit-Sektor ist damit dem Fahrzeugbau vergleichbar. Doch bislang ist ein öffentliches Berichtswesen im gemeinnützigen Sektor nur freiwillig. Folge: Über die Aktiväten der Autobauer herrscht deutlich mehr Tranzparenz als über die im Non-Profit-Bereich.

Doch die Zeiten ändern sich. Im Wettbewerb um Spenden und öffentliche Gelder  stehen viele Non-Profit-Organisationen vor großen Herausforderungen. Die gesellschaftlichen Probleme werden angesichts von Wirtschaftskrise, Globalisierung und demographischem Wandel stetig größer. Und die einzelnen Spendenskandale der Vergangenheit lassen die Verunsicherung wachsen. Nur jeder dritte Deutsche spendet überhaupt. Die Zahl der Spender ist außerdem rückläufig. Viele Soziale Investoren sind unsicher, ob ihr Geld überhaupt beim guten Zweck ankommt.

PHINEO fordert deswegen nicht nur finanzielle und organisatorische Transparenz, sondern auch eine „Wirkungstransparenz“. Denn nicht alles, was gut gemeint ist, ist auch gut gemacht. Mit dem Leitfaden „Wirkungsberichterstattung“ unterstützt PHINEO gemeinnützige Organisationen dabei, wirkungstransparenter zu werden. Anhand von Beispielen aus der Praxis erfahren gemeinnützige Organisationen so, was sie bei der öffentlichen Berichterstattung über Ziele, Aktivitäten und Wirkung beachten sollten.

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