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Erster Deutscher Social Entrepreneurship Monitor veröffentlicht

Berlin, 07.01.2019

Thema: Neues aus der Zivilgesellschaft

Soziales Unternehmertum gewinnt an Fahrt

Soziale UnternehmerInnen versuchen modellhafte, unternehmerische Lösungen für gesellschaftliche und soziale Probleme zu finden, die auch langfristig funktionieren und skaliert werden können. Beispielsweise das soziale Netzwerk nebenan.de setzt sich gezielt für starke Nachbarschaften ein oder die internationale IT-Beratung Auticon beschäftigt ausschließlich Menschen im Autismus-Spektrum als IT-Berater.

Es gibt viele Ansätze und wie die Umfrage zeigt, sind Sozialunternehmen dabei höchst innovativ.

Sechs weitere Ergebnisse aus dem DSEM:

SozialunternehmerInnen in Deutschland...

  • ... schaffen Soziale Innovationen vor Ort: 9 von 10 DSEM-Sozialunternehmen lösen gesellschaftliche Herausforderungen in Deutschland. 3/4 der Teilnehmenden bewerten dabei ihr Produkt beziehungsweise ihr Wirkungsmodell als Marktneuheit und jeweils 1/3 gibt dies sogar auf europäischer oder weltweiter Ebene an.
  • ... sind zur Hälfte weiblich: Knapp 50% der DSEM-Gründenden sind Frauen. Dieser Anteil ist wesentlich höher als beispielsweise bei klassischen Startups (DSM18: 15,1%).
  • ... wünschen sich bessere politische Rahmenbedingungen: Die Politik erhält lediglich die Note 4,6 für die Unterstützung von Social Entrepreneurship in Deutschland.
  • ... fördern eine Kultur der Mitsprache und Teilhabe: Bei 56% der DSEM- Sozialunternehmen nehmen die Mitarbeitenden direkten Einfluss auf die Entscheidungen und haben ein Mitspracherecht.
  • ... brauchen passende Finanzierungsangebote: 62% der Teilnehmenden sehen in der Startfinanzierung und 65% in der Anschlussfinanzierung eine wesentliche Hürde.
  • ... fordern eine aktive politische Interessenvertretung: 73% der DSEM-Sozialunternehmen wollen eine stärkere Repräsentation.

Insgesamt nahmen 210 SozialunternehmerInnen an der Umfrage des DSEM teil.

Die Publikation ist aus einer Kooperation zwischen dem Social Entrepreneurship Netzwerk Deutschland e.V. und der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg entstanden und wurde ermöglicht durch SAP. PHINEO entwickelte die Fragen zum Umgang mit Wirkung und unterstützt als Kommunikationspartnerin soziales Unternehmertum in Deutschland.

Hier geht es zum kostenlosen Download der Umfrage (PDF, 7.5 MB)

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