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Berliner Stiftungswoche will wirken

Berlin, 14.06.2010

Thema: Neues aus der Zivilgesellschaft, Veranstaltungen

Trotz der Hitze ist es ist voll im Roten Rathaus. An einem der ersten heißen Tage des Jahres folgten über 100 Menschen der Einladung von Monika Helbig, Staatssekretärin und Berliner Beauftragte für Bürgerschaftliches Engagement. Sie und ihre Mitstreiter wollen mit der Berliner Stiftungswoche einen neuen Aspekt gemeinnütziger Arbeit beleuchten: deren Wirksamkeit.

Dr. Andreas Rickert, Burkhard Wilke, Mary K. Prinzler, Oswald Menninger und Moderator Werner Ballhausen (von links nach rechts)
Dr. Andreas Rickert, Burkhard Wilke, Mary K. Prinzler, Oswald Menninger und Moderator Werner Ballhausen (von links nach rechts)

Moderiert von Werner Ballhausen diskutieren am 09. Juni zu diesem Thema Dr. Andreas Rickert von der gemeinnützigen Aktiengesellschaft PHINEO, Burkhard Willke vom Deutschen Zentralinstitut für soziale Fragen (DZI), Mary Kay Prinzler vom Entwicklungspolitischen Bildungs- und Informationszentrum (EPIZ) und Oswald Menninger vom Paritätischen Wohlfahrtsverband.  

„Allein die Analyse hat uns viel gebracht“, berichtete Mary Kay Prinzler. Sie hatte sich mit dem EPIZ unlängst um eine Analyse bei der neugegründeten PHINEO beworben. In dem vierstufigen Verfahren werden gemeinnützige Organisationen anhand von neun verschiedenen Kriterien auf deren Wirkungspotenzial analysiert. Dabei werden sowohl Aspekte der Leistungsfähigkeit, als auch der Wirkung eines Projektes eingeschätzt. Werden alle Kriterien positiv beurteilt, steht am Ende eine Empfehlung für Stifter, Spender und sozial engagierte Unternehmen. Die Empfehlung könnte dem EPIZ helfen, zusätzliche Spendengelder zu gewinnen und so engagierten Mitarbeitern sichere Arbeitsverhältnisse anzubieten. Mit der PHINEO-Empfehlung hat es nicht gleich geklappt, dennoch ist Mary Kay Prinzler nicht enttäuscht: „Die Beratung im Rahmen der Bewerbung war sehr hilfreich und hat unsere Organisationsentwicklung vorangetrieben.“ Das Ergebnis lässt sich beispielsweise in dem Leitbild begutachten, das der junge Verein unlängst entwickelt hat (http://www.epiz-berlin.de/). Inzwischen erfüllt das EPIZ alle Voraussetzungen und kann sich Hoffnung machen, im zweiten Anlauf von PHINEO empfohlen zu werden.  

Wann genau ist der richtige Zeitpunkt für eine Analyse? Um das begehrte Spendensiegel des Deutschen Zentralinstituts für soziale Fragen (DZI) zu beantragen, muss eine Organisation zwei oder mehr Geschäftsjahre aktiv sein, erläuterte Burkhard Wilke, Geschäftsführer des DZI. Bei der PHINEO-Analyse wird ein Jahr vorausgesetzt. „Unsere Analysten brauchen für die Betrachtung von Strukturen und Handlungsansätzen einige grundlegende Informationen wie einen Geschäftsbericht oder erste Evaluationsergebnisse - und die gibt es frühestens nach einem Jahr“, erklärt Dr. Andreas Rickert, Vorstandsvorsitzender von PHINEO. Erst dann lassen sich zentrale Aussagen über das Wirkungspotenzial treffen.  

Die Diskussion über die Wirkung gemeinnütziger Arbeit betrachten einige Verbände und Organisationen mit Skepsis. So befürchtet Oswald Menninger vom Paritätischen Wohlfahrtsverband, dass sich viele auf dieses „Modethema“ stürzen und eine differenzierte und sorgfältige Auseinandersetzung zu kurz komme. Einig waren sich die Diskutanten, dass die meisten gemeinnützigen Akteure wertvolle Arbeit leisten. Nicht immer aber wird die Wirkung ihres Engagements sichtbar. Das will PHINEO ändern.

Mehr Informationen zur Berliner Stiftungswoche unter http://www.berlinerstiftungswoche.eu/

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