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Lesetipp: Neue Studie zum Digitalen Wandel in sozialen Organisationen

Berlin, 26.06.2019

Thema: Neues aus der Zivilgesellschaft

Digitize Non-Profits Initiative veröffentlicht Best-Practice-Studie

Die Sarah Wiener Stiftung führte ein CRM-System ein, das Deutsche Rote Kreuz setzt auf digitale Formate. Die Hürden und Chancen dieser und weiterer Beispiele finden sich in der heute vorgestellten Studie "Lernen. Verstehen. Vernetzen" der "Digitize Non-Profits-Initiative". Dahinter stehen u. a. die Stiftung Wissenschaftliche Hochschule für Unternehmensführung (WHU), der Stifterverband und die Haniel Stiftung.

Worum geht es in der Studie?

Die Autor*innen wollten wissen, wie etablierte Organisationen mit dem digitalen Wandel umgehen und befragten dazu insgesamt 15 Non-Profits und Förder*innen.

Die Studie lebt von den Projektbeispielen, die ausdrücklich nicht als Best-Practices mit Allgemeingültigkeitsanspruch verstanden werden sollen. Die Antworten auf die Digitalisierung seien höchst individuell und so unterschiedlich, wie auch die Non-Profits unterschiedlich sind. Die Beispiele sollen dabei helfen, eine differenzierte Diskussion in Gang zu bringen.

Beispiel: Haus der Kleinen Forscher

Zur Sprache kommen nicht nur erfolgreiche Jubelprojekte, sondern auch gescheiterte Ideen.

So berichtet beispielsweise das Haus der kleinen Forscher, wie sie vor einigen Jahren vergeblich versuchten, eine agile Projektumsetzung einzuführen. Den Mitarbeiter*innen fehlte erst die Kompetenz und dann die Zeit, um sie sich anzueignen. Der erforderliche Wandel der Organisation wurde dabei schlicht unterschätzt und schlecht kommuniziert. Ebenso fehlte es an Rückhalt aus dem Management.

Daraus hat das Haus der Kleinen Forscher gelernt und es beim zweiten Anlauf besser gemacht. Mit Rückendeckend seitens der Führungskräfte und unter Beteiligung der Mitarbeitenden wurde eine Digitalstrategie entwickelt - die seither auch umgesetzt wird.

Digitalisierung braucht Vernetzung

Eine zentrale Erkenntnis der Autor*innen: Wissen und Ressourcen zu teilen ist eine wichtige Voraussetzung, um die Potenziale der Digitalisierung zu nutzen – das gilt nach innen wie nach außen. Digitalisierung erfordert ein Miteinander innerhalb der eigenen Organisation. Dabei sollte es aber nicht bleiben: Organisationen sollten sich auch stärker untereinander vernetzen.

Die Bedeutung des Austauschs untereinander hat auch PHINEO in der kürzlich veröffentlichten Studie "Digitalisierung braucht Zivilgesellschaft" herausgearbeitet.

Demnach lohnt die Zusammenarbeit zwischen jenen mit viel und jenen mit wenig Erfahrung in Sachen Digitalisierung. Die Profis der so genannten "Digitalen Spezialisten" sind meistens recht junge Organisationen. Sie profitieren wenn ihnen die Vertreter*innen der klassischen Zivilgesellschaft zeigen, wie der Hase läuft. Die Einsteiger*innen der "Digitalen Novizen" wiederum können sich inspirieren lassen. Sie lernen, wie die Spezialisten arbeiten (Stichwort: agile Methoden) und ticken (Stichwort: offene Arbeitsprinzipien).

"Kooperationen über Organisationsgrenzen hinweg sind bis dato noch nicht sehr weit verbreitet" erklärt Wiebke Gülcibuk von PHINEO und verweist auf das Projekt Coding Da Vinci von Wikimedia. Es ist eines der wenigen Formate, welches die Digitalszene mit den klassischen Akteuren der Zielgesellschaft zusammen bringt und wird in der PHINEO-Studie vorgestellt. "Wir wollen auch Stiftungen oder Unternehmen dafür begeistern, der Zivilgesellschaft unter die Arme zu greifen und gezielt Austauschformate zu fördern. Das wäre innovativ!"

Sie wünschen weitere Informationen? Sprechen Sie uns an: wiebke.guelcibuk@phineo.org!

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