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Expertenwissen gefragt

Berlin, 03.09.2010

Thema: PHINEO wirkt!

Für die Erarbeitung des Themenreports „Erfahrungssache – Engagement 55plus wirkt!“ hat sich PHINEO mit namhaften Experten aus Politik, Wissenschaft und Praxis ausgetauscht.

Bei dem Treffen waren u.a. die Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren-Organisationen, die Bundesarbeitsgemeinschaft der Seniorenbüros, das Institut für Sozialwissenschaftliche Analysen und Beratung, das Deutsche Rote Kreuz, die Bertelsmann Stiftung, die Stiftung Pro Alter und das Forschungsinstitut Geragogik vertreten. Inhaltlich ging es zunächst darum, die derzeitige Situation des bürgerschaftlichen Engagements in Deutschland zu analysieren: Es zeigte sich, dass Engagement weniger vom tatsächlichen Alter als vielmehr von der persönlichen Lebenssituation abhängt. Wichtig ist hingegen, dass es sich beim Engagement um einen „echten“ Einsatz für die Gesellschaft handelt – Beschäftigungstherapien hingegen würden nur das überkommene Defizit-Modell des Alterns bestärken. Engagement muss in jeder Lebensphase als nützlich erfahren werden. Das Gefühl, „gebraucht“ zu werden ist für ältere Aktive gleich bedeutsam wie für Jüngere. In der Verteilung der Engagementbereiche zeigen sich aber noch immer relativ klassische Verteilungsmuster: Während Frauen stärker im karitativen Bereich tätig sind, engagieren sich ältere Männer vornehmlich im Sport, bei der Gemeindearbeit oder in der Kommunalpolitik.  

Die Bestandsanalyse basierte auf einem Gutachten der Professorin und ehemaligen Bundesfamilienministerin Ursula Lehr, dass sie sie im Auftrag von PHINEO erarbeitet hat und dass die wissenschaftliche Grundlage des Themenreports darstellt. Darauf aufbauend ging Frau Lehr auch auf die Barrieren ein, die das Engagement älterer Menschen verhindern können: Demzufolge können auftretende Mobilitätshindernisse und starre zeitliche Vorgaben als Engagement-Barrieren wahrgenommen werden. Auch die Sicherung der eigenen sozialen Lage ist eine grundlegende Bedingung für eine Beteiligung im Alter – eine Problematik, die mit zunehmender Altersarmut zu einem Stolperstein für bürgerschaftliches Engagement werden kann.  

Im letzten Teil des fachlichen Austauschs standen die PHINEO-Qualitätskriterien im Vordergrund: In der Diskussion wurden die allgemeinen Kriterien, die der PHINEO-Analyse zugrunde liegen, um die spezifischen Anforderungen des Engagements älterer Menschen erweitert bzw. geschärft. So sollten z.B. hauptamtlich Beschäftigte im Umgang mit Ehrenamtlichen deren Wunsch nach Selbstbestimmung berücksichtigen. Das Verhältnis ist deutlich stärker von Aushandlungsprozessen auf Augenhöhe geprägt, als dies bei Jüngeren üblicherweise der Fall ist. Auch müssen die Organisationen den besonderen Anforderungen Älterer gerecht werden.  

Die Ergebnisse des Austausches mit den Experten fließen sowohl in die inhaltliche Ausgestaltung des Themenreports „Erfahrungssache – Engagement 55plus wirkt!“ als auch in die Analyse der sich darauf bewerbenden Organisationen mit ein.  

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