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8 Tipps, wie man Wirkungskritik gezielt kontert

Berlin, 13.05.2019

Thema: Wirkung und Transparenz

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Hier wird keine neue Sau durch's Dorf getrieben (Foto: Fabian Blank/ Unsplash)

Wirkungsorientierung knechtet uns mit Kennzahlen, führt zu nichts und kostet obendrein Zeit und Geld?

Nö. Wir geben 8 Tipps zur Gegenrede!


1. Wirkungsorientierung kostet zu viel Zeit. Wir sind überbelastet!

Genau umgekehrt! Wirkungsorientierung hilft, zu priorisieren. Es geht darum, die Ressourcen effektiv einzusetzen.

2. Wirkungsorientierung will Menschen vermessen und in Zahlen pressen.

Ganz im Gegenteil: Wirkungsorientierung stellt Menschen und ihre Bedarfe in den Mittelpunkt. Nonprofits können ihre Arbeit auf diese Bedarfe zuschneiden.

3. Wirkungsorientierung ist zu kompliziert.

Vieles, was Nonprofits schon tun, ist ein Teil von Wirkungsorientierung. Tipp: Fangen Sie klein an und fragen Sie Ihre Zielgruppen, was sie brauchen.

4. Wirkungsorientierung ist die neue Sau, die durchs Dorf getrieben wird.

Dagegen spricht, dass viele bestehende Konzepte und Methoden Wirkungsorientierung enthalten. Zum Beispiel Qualitätsmanagement oder lernende Organisation. Wirkungsorientierung sollte diese Bausteine nutzen, integrieren und darauf aufbauen.

5. Wirkungsorientierung hat keinen Mehrwert.

Im Gegenteil! Mitarbeitende wissen, wofür sie ihre Arbeit machen - das motiviert. Fördernde wissen, wofür sie ihr Geld geben. Zielgruppen bekommen die Hilfe, die sie brauchen.

6. Wirkungsorientierung ist Aufgabe der anderen.

Falsch! Wirkungsorientierung ist die Aufgabe von allen. Für wirkungsorientiertes Arbeiten braucht es viele Perspektiven, sowohl Menschen, die den Gesamtüberblick haben als auch von denen, die unmittelbar vor Ort im Projekt arbeiten.

7.  Wirkungsorientierung dient nur dazu, Mitarbeitende zu kontrollieren.

Ein reines Vorurteil. Bei Wirkungsorientierung geht es vielmehr darum, Mitarbeitende und Zielgruppen zu beteiligen und ihre Fähigkeiten einzubeziehen.

8. Dass wir mit unserer Arbeit die Gesellschaft im Kern verändern - das ist doch total unrealistisch.

Jein. Einerseits ja, weil sich gesellschaftliche Veränderungen nie auf die Arbeit eines einzelnen Akteurs zurückführen lassen. Andererseits ist es aber so, dass die eigene Arbeit durchaus dazu beitragen kann, einen gesellschaftlichen Misstand zu beheben. Insofern kann ein Fernziel ungeheuer motivierend sein.

 

 

 

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