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Digitale Damen

ReDI School of Digital Integration gGmbH

Auf einen Blick

Geflüchtete Frauen erleben in IT-Kursen ihren Einstieg in die digitale Welt. Dies ermöglicht ihnen sozialen Austausch, Wissenszuwachs und Jobchancen durch ein breites Netzwerk an kooperierenden Unternehmenspartnern.

Digitale Damen

ReDI-School

Das Projekt

Mehr als 50.000 offene Stellen für Angestellte im IT-Bereich gab es laut Bitkom-Studie im Jahr 2017 in Deutschland. In den fünf Jahren bis zur Erhebung dieser Zahl sind über eine halbe Million Mädchen und Frauen nach Deutschland migriert. Viele von ihnen finden bis heute keinen Zugang zum Arbeitsmarkt und genauso selten Zugang zu digitalen Kompetenzen. Die ReDI-School setzt hier an, indem sie im Projekt Digitale Damen Frauen mit Migrationsgeschichte durch spezifische Weiterbildung den Einstieg in die (digitale) Arbeitswelt ermöglicht.

IT-SpezialistInnen und ihre AssistentInnen – genannt „Super Girls“ – engagieren sich ehrenamtlich als Lehrkräfte und vermitteln je nach individuellem Kenntnisstand und Ziel der Frauen verschiedene digitale Inhalte: Von grundlegendem Computer-Vokabular über Programmierfähigkeiten bis zur Gründung von Onlineplattformen findet hier jedes Kompetenzlevel Raum. Im Fokus steht, bei den Frauen das Interesse am Thema IT zu wecken und konkretes Wissen zu vermitteln. Außerdem wird sozial isolierten Frauen bei der ReDi-School auch ein Treffpunkt zum Austausch geboten. Durch eine ergänzende Kinderbetreuung während der Kurse ist das Angebot besonders auf Frauen mit Kindern zugeschnitten, einer Zielgruppe, die sich oft mit dem Schritt in den Arbeitsmarkt schwer tut. Als weiteren Hebel pflegt die ReDi School ein breites Netzwerk an Unternehmens-PartnerInnen. Es bietet den Frauen die Möglichkeit, Firmen kennenzulernen, Praktika zu absolvieren und ist vielleicht sogar die erste Anlaufstelle für eine konkrete Jobperspektive: Ein Fünftel der TeilnehmerInnen hat mittlerweile einen IT-Job wie z. B. bei Cisco, SAP oder Fraunhofer. Andere TeilnehmerInnen arbeiten nach den Kursen aktiv an ihrer Selbstständigkeit, lernen an der Universität weiter oder werden selbst Dozentinnen an der ReDI-School.

Das wirkt

Die ReDI-School beeindruckt durch eine sehr dynamische Entwicklung. So konnte sie bereits in den ersten 18 Monaten seit der Gründung mehr als 350 Studierende in vier verschiedenen Kursniveaus erreichen. Die 2.000 Stunden Unterricht, die von den Ehrenamtlichen geleistet wurden, waren Grundlage für eine weitere Verbesserung der Angebote. Dieses kontinuierliche Lernen und Verbessern wird auch heute noch intensiv gelebt und zeigt sich beispielsweise dadurch, dass schon vor Beginn der Kurse Bedarfe angemeldeter Teilnehmerinnen proaktiv abgefragt werden.

Die Zielgruppe steht immer im Fokus und ist im Sinne des partizipativen Ansatzes an der ständigen Projektgestaltung beteiligt. So tagt bspw. monatlich ein Student Council, in dem je eine Teilnehmerin pro Kurs den DozentInnen Feedback gibt. Auch die enge Kooperation mit FörderInnen und der Tech Community sorgt dafür, dass Angebote für die Zielgruppe und den Arbeitsmarkt aktuell, interessant und wirksam sind.
Das Angebot der ReDI-School wird akzeptiert von allen Beteiligten – so auch das Projekt Digitale Damen. Frauen mit geringen Sprachkenntnissen kommen jeden Samstag wieder zu den reinen Frauenkursen der Digitalen Damen. In der Vergangenheit sind die Teilnehmerinnenzahlen kontinuierlich gestiegen: Zuletzt verzeichneten die Digitalen Damen in Berlin über 50 Teilnehmerinnen und in München fast 20.

Unsere Bewertung

Wirkungspotential des Projekts

Wirkungspotential des Projekts

Leistungsfähigkeit der Organisation

Leistungsfähigkeit der Organisation
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