Content


 

Projektfilter:

< Zurück zur Übersicht  
  • Drucken

Existenzgründung für Immigrantinnen (EfI)

I.S.I. e. V.

Auf einen Blick

Das Berliner Projekt vermittelt speziell geflüchteten Frauen betriebswirtschaftliche Kenntnisse und Fertigkeiten, um sich selbstständig zu machen. In einem geschützten Raum können sie so zu selbstbewussten Gründerinnenpersönlichkeiten heranreifen.

Existenzgründung für Immigrantinnen (EfI)

Existenzgründung für Immigrantinnen (EfI)

Das Projekt

Immer mehr Frauen wollen selbstständig arbeiten. Das wird zunehmend einfacher durch neue strukturelle Zugänge wie Mikrofirmen oder auch Modelle wie „Selbständigkeit in Teilzeit“. Mittlerweile haben fast ein Sechstel aller selbständigen Unternehmer/-innen einen Migrationshintergrund – Tendenz steigend! Zwischen 2005 und 2015 stieg der Anteil um 30%. Unter diesen migrantischen Gründer/-innen sind ein Drittel Frauen. Das entspricht ziemlich genau dem Frauenanteil unter deutschen GründerInnen. Der Schritt in die Selbstständigkeit ist bei Frauen häufig verbunden mit dem Wunsch, mehr Flexibilität zu haben und Familie und Beruf besser vereinbaren zu können.
Aber gerade Frauen mit Migrationsgeschichte haben durchaus Hürden wie institutionelle Diskriminierung, fehlende Anerkennung ausländischer Abschlüsse und mangelnde Unterstützung durch ihre Familien und Netzwerkes zu überwinden. Daneben bewegen sie mit ihrem Gründungsvorhaben in einem mehrheitlich männlich dominierten Umfeld.

Aus diesen Gründen unterstützt das Projekt EfI (Existenzgründung für Immigrantinnen) migrantische Frauen in allen Belangen der Existenzgründung. Durch fachkundige Beratung und Betreuung, Qualifikationsangebote und der Möglichkeit der Netzwerkbildung. Denn zu den größten Erfolgsfaktoren der MigrantInnenökonomie gehören das Bildungsangebote und Netzwerkbildung. So erhalten die Frauen neben dem betriebswirtschaftlichen Knowhow den nötigen Raum, um zu Gründerinnenpersönlichkeiten heranzureifen und um selbstwirksam und selbstbewusst handeln zu können.

Das wirkt

Das EfI-Team ist divers; jedes Teammitglied hat eine Migrations- und Integrationsgeschichten. Das schürt das Verständnis für die herausfordernde Lebenssituation der Teilnehmerinnen und befördert Vertrauen und Austausch auf Augenhöhe. Es gibt kein Standardcurriculum für alle Frauen; sie können ihren individuellen Einstieg je nach Bedarfslage und Ausgangssituation suchen. Das Konzept gibt dem Team gleichzeitig Raum für Anpassung auf aktuelle Entwicklungen: So konnte I.S.I. z.B. auf die in den letzten Jahren gestiegene Nachfrage durch Frauen aus Osteuropa, Afrika Lateinamerika, Südeuropa und vor allem Frauen aus dem Nahen Osten reagieren.
In den letzten 12 Monaten hat EfI sechs Module, ein Orientierungsseminar und ca. neun Kompaktkurse angeboten – und viele der 80 Teilnehmerinnen nahmen an mehreren Angeboten teil. Das zeigt, dass die Zielgruppe einen Mehrwert in den Angeboten sieht. Viele der Teilnehmerinnen waren von Langzeitarbeitslosigkeit betroffen und haben so ihren Weg auf den Arbeitsmarkt gefunden.


Das erklärt wohl auch die hohe Erfolgsquote: Von den Teilnehmerinnen aus dem ersten Halbjahr 2016 schafften rund 70% im Anschluss den Schritt in die Erwerbstätigkeit oder in eine Weiterbildung – die meisten von ihnen als Gründerinnen von kleineren Betrieben.

Unsere Bewertung

Wirkungspotential des Projekts

Wirkungspotential des Projekts

Leistungsfähigkeit der Organisation

Leistungsfähigkeit der Organisation
< Zurück zur Übersicht  
  • Drucken