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Produktionsschule Prignitz

CJD Prignitz, Träger: Christliches Jugenddorfwerk Deutschlands e.V.

Auf einen Blick

Ohne Schulabschluss keine Einstiegschance. Die Produktionsschule Prignitz bietet SchulabgängerInnen ohne Abschluss eine Chance!

Produktionsschule Prignitz

Produktionsschule Prignitz

Das Projekt

Brandenburg führt die Statistik der Schulabgänger ohne Abschluss mit über zehn Prozent der Schüler und Schülerinnen an. Das ist schlimm für jeden Einzelnen, weil ein erfolgreicher Einstieg in den Beruf ohne Schulabschluss selten gelingt und dann Arbeitslosigkeit vorprogrammiert ist.

Nicht alle Jugendlichen schaffen es, den Weg von der Schule in den Beruf ohne Unterstützung zu gehen. Um sie trotzdem ausbildungsfähig zu machen, müssen Lernangebote geschaffen werden, zu denen diese Jugendlichen einen besseren Zugang haben als zum "normalen" Schulalltag. 

In der Produktionsschule ist der Name Programm: Hier wird produziert. Um acht Uhr ist Arbeitsbeginn mit Gruppenbesprechung, danach stimmt jeder der drei Werkstattpädagogen mit seiner Gruppe die Tagesaufträge ab, bis nachmittags wird gefräst, geschraubt, gekocht, telefoniert und getippt, eine Abschlussrunde beschließt den Arbeitstag. Trotzdem bleibt die Schule eine Schule und kein Ausbildungsbetrieb. Ziel ist, dass die 15- bis 25- jährigen Jugendlichen die Schule mit einem Abschluss verlassen und ausbildungsfähig sind.

Das Produzieren von echten Aufträgen und die einzelfallorientierte pädagogische Betreuung sind die Methode, bei Schulmüden Leistungswillen und Lernmotivation wieder zu wecken.

Die Produktionsschule achtet darauf, die Übergänge von der Schule in Ausbildung und Arbeit fließend zu gestalten. Die Jugendlichen können auf bereits bestehende Kontakte zu Betrieben und einen Ausbildungsstellenpool zurückgreifen.

Das wirkt!

Die größte Leistung der Produktionsschule Prignitz ist eine, die erst auf den zweiten Blick überzeugt: Sie trotzt der Perspektivlosigkeit der strukturschwachen Region. Sie macht aus wenig viel: Zwischen 2006 - 2011 hat sie 173 Jugendlichen, die oft mit einer "Bringt doch alles nichts"- Haltung kamen, gezeigt, dass es Chancen gibt, wenn man nicht aufgibt.

Die Jugendlichen verändern sich. In der Produktionsschule haben sie Erfolgserlebnisse, beweisen Durchhaltevermögen und nehmen eine Haltung zur Arbeit an, die sie im  berufspraktischen Alltag bestehen lässt: Sie kommen pünktlich, bleiben an Aufgaben dran, arbeiten selbstständig und im Team und wollen lernen. Ein Beleg dafür sind hohe Anwesenheits- und geringe Abbruchquoten.

Von denen, die ohne Schulabschluss kamen, haben 70 Prozent die Schule mit einem Abschluss verlassen und so ihre Berufschancen von nahezu null immens verbessert. Eine hohe Schulabschlussquote ist das erklärte Ziel, denn die direkte Vermittlungsquote in Ausbildung oder Arbeit ist wegen der  Strukturschwäche der Region naturgemäß mit gut 20 Prozent der Abgänger deutlich geringer.

Das CJD Prignitz hat bereits eine weitere Produktionsschule in Mögelin im Havelland gegründet, um bis zu 30 weiteren Jugendlichen eine Chance geben zu können. Um die Qualität auf höchstem Niveau zu halten, hat sich das CJD Prignitz nicht nur nach ISO 9001 zertifizieren lassen, sondern will mit dem Bundesverband Produktionsschulen Qualitätsstandards für Produktionsschulen setzen.

Unsere Bewertung

Wirkungspotential des Projekts

Wirkungspotential des Projekts

Leistungsfähigkeit der Organisation

Leistungsfähigkeit der Organisation
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