Weniger Bürokratie, mehr Wirkung: Der bcause-PHINEO-Spendenfonds Starke Demokratie!
Spendenfonds Starke Demokratie
Demokratie ist keine Selbstverständlichkeit. Sie entsteht dort, wo Menschen miteinander reden, streiten, Verantwortung übernehmen und andere Meinungen aushalten. Der neue bcause-PHINEO-Spendenfonds für eine starke Demokratie unterstützt genau das: Initiativen, die nicht wegschauen, wenn öffentliche Debatten kippen; Projekte, die Teilhabe möglich machen; Organisationen, die zeigen, dass Freiheit Arbeit bedeutet.
Es geht nicht um große Gesten. Es geht um die konkrete Arbeit von Organisationen, die sich täglich für unsere Demokratie einsetzen – in Schulen, Stadtteilen, Vereinen, Netzwerken. Der Fonds bündelt Kräfte, schafft Ressourcen und verbindet Menschen, die an eine offene Gesellschaft glauben.
Weil Demokratie stark ist, wenn wir sie stark machen.
Der Fonds ist ein Gemeinschaftsprojekt von PHINEO & bcause: bcause übernimmt die Spendenabwicklung. Und PHINEO sorgt dafür, dass die Spenden für eine größtmögliche gesellschaftliche Wirkung eingesetzt werden.
Hier können Sie spenden
Alternativ können Sie das Spendenformular bei bcause nutzen …
Geförderte Organisationen
- Un-Label e.V., Projekt: Access Maker (Hier geht’s zur PHINEO-Kurzanalyse des Projekts …)
- BQN Zentrum für Diversitätskompetenz e.V., Projekt: Berlin braucht dich! NEO – (Kurzanalyse)
- Zeichen gegen Mobbing e.V., Projekt: Besser miteinander – (Kurzanalyse)
- Helden e.V. , Projekt: Deine Wahl – (Kurzanalyse)
- FAIR SHARE of Women Leaders e.V., Projekt: FAIR SHARE Monitor – (Kurzanalyse)
- ichbinhier e.V., Projekt: Gemeinsam für eine starke Demokratie im Digitalen – (Kurzanalyse)
- SchlaU-Werkstatt für Migrationspädagogik gGmbH, Projekt: Gemeinsam:SchlaU – (Kurzanalyse)
- kosmos b e.V., Projekt: GenerationenCampus – (Kurzanalyse)
- Wir sind Fella e.V. / BAG kommunaler Frauenbüros und Gleichstellungsstellen; Projekt: Wirkungsorientiertes Netzwerken: Starke Frauennetzwerke in ländlichen Räumen – (Kurzanalyse)
- CORRECTIV gGmbH, Projekt: Salon5 – (Kurzanalyse)
Dr. Andreas Rickert, CEO PHINEO
„Wir bündeln Spenden dort, wo sie strategisch am meisten bewirken: bei Organisationen mit klarer Wirkung.”
Fragen & Antworten zum Spendenfonds
Der Spendenfonds Starke Demokratie ist ein gemeinsamer Fonds von PHINEO und bcause, der wirksame Demokratieförderung einfach und strategisch möglich macht. PHINEO wählt geprüfte Organisationen aus der Zivilgesellschaft mit nachweislicher Wirkung aus, bcause sorgt für eine schlanke, digitale Abwicklung der Spenden. So werden Spenden gebündelt und flexibel dort eingesetzt, wo sie den größten Hebel haben – weniger Bürokratie, mehr Wirkung, volle Transparenz.
Der Fonds ist ein Pilotprojekt: PHINEO und bcause testen damit ein neues, schlankes Fördermodell, lernen gemeinsam mit Fördernden und Organisationen – und entwickeln den Fonds auf dieser Grundlage weiter.
Der Fonds bündelt Spenden und leitet sie strategisch an sorgfältig ausgewählte Organisationen statt an einzelne Projekte weiter. Er nutzt gängige Methoden progressiven Förderns, d.h. bedarfsbezogen, vertrauensbasiert und wirkungsorientiert. So entstehen größere Hebel, weniger Verwaltungsaufwand und mehr Flexibilität für die geförderten Organisationen.
Sie können direkt online über diesen Link spenden. Außerdem können Sie sich auch als Förder*in oder Unterstützer*in einbringen.
Melden Sie sich dazu bei unserer Ansprechpartnerin für den Spendenfonds Sonja Schäffler: sonja.schaeffler@phineo.org.
Natürlich sind alle Spenden steuerlich absetzbar.
Der Ausschüttungszeitpunkt richtet sich nach der Höhe der Einzahlungen. Unsere erste Zielmarke ist ein Fondsvolumen von 500.000 Euro – das entspricht durchschnittlich 50.000 Euro pro Fonds-Organisation.
Sobald diese Summe erreicht ist, spätestens aber ein Jahr nach Start des Fonds, wird die erste Ausschüttung erfolgen.
Die Frage, ob pauschal paritätisch ausgeschüttet wird, oder Schwerpunkte je nach unterschiedlichen Bedarfen der Organisationen gesetzt werden, wird in Abstimmung mit den Organisations-Vertreter*innen und Förder*innen beantwortet.
Grundsätzlich ist den Organisationen die Verwendung freigestellt. Allerdings benennt sie vorab zentrale Wirkungsziele und Indikatoren, auf Basis derer das jährliche Reporting stattfindet – und die zugleich die Basis für das Reporting an die Spender*innen ist.
PHINEO erhält eine Management Fee, um Aufwände für das Prüfen der Reportings, die Berichterstattung gegenüber den Geldgebenden sowie die Entwicklung partizipativer Veranstaltungen mit den geförderten Organisationen und Fördernden (z.B. gemeinsame Erarbeitung von Ausschüttungskriterien, gemeinsame Identifikation von Förderbedarfen, etc.) zu finanzieren. Die Fee wird die realen Aufwände sehr wahrscheinlich nicht kostendeckend abbilden.
Sollte der Fonds deutlich wachsen, passen wir ihn schrittweise an:
• Ab einem Volumen von rund 1 Mio. Euro erweitern wir das Portfolio um weitere PHINEO-geprüfte Organisationen aus dem Themenfeld Demokratie. So stellen wir sicher, dass die Mittel weiterhin strategisch verteilt werden und zusätzliche Wirkungspotenziale erschlossen werden.
• Ab einem Volumen von mehr als 5 Mio. Euro entsteht darüber hinaus die Möglichkeit, das Modell weiterzuentwickeln: Dann könnten aus den Erträgen nicht nur der bestehende Fonds nachhaltig gemanagt werden, sondern auch neue Themenfonds aufgebaut werden, um weitere gesellschaftliche Bedarfe zu adressieren.
Je größer das Spendenvolumen ausfällt, desto geringer wird die Management Fee. Bei 100.000 € Fondsvolumen beträgt die Fee = 8%, bei 200.000 € = 7%, bei 300.000 € = 6%, bei 500.000 € = 5%, bei 600.000 € und mehr = 4%.
Die Organisationen wurden von PHINEO ausgewählt, auf Basis geprüfter Wirkung, Qualität und Organisationsstärke. Entscheidend ist also nicht Bauchgefühl, sondern eine fachliche Prüfung mit klaren Kriterien. Geprüft wurden vor allem Wirkungslogik, Qualität, Organisationsstärke, Governance, Transparenz und Finanzierungsstabilität. Alle Organisation erfüllen die Mindestanforderungen deutlich.
PHINEO analysierte dabei sowohl das Projekt als auch die Trägerorganisation im Vier-Augen-Prinzip. Grundlage waren qualitative und quantitative Informationen aus unterschiedlichen Datenquellen, nicht nur einzelne Kennzahlen.
Grundsätzlich ist den Organisationen die Verwendung freigestellt, jedoch nennt sie entsprechend zentrale Wirkungsziele und Indikatoren, auf Basis derer das jährliche Reporting stattfindet – welches auch Basis für das PHINEO-Reporting an die Spender*innen ist.
PHINEO berichtet ein Jahr nach Ausschüttung über Ergebnisse und Wirkungen. Abgebildet wird, wie viele Organisationen gefördert wurden, welche Ergebnisse und Wirkungen erzielt werden konnten und welche Learnings es aus der Pilotphase gibt. Wir werden hier auf der Website sowie an geeigneten Stellen darauf hinweisen.
Nein. Im Spendenfonds Starke Demokratie finden sich ausschließlich Organisationen, die PHINEO im Rahmen des letzten Wirkt-Siegel Prozesses 2025 analysiert und ausgezeichnet hat, sprich: von deren Wirkungspotenzial wir überzeugt sind.
Für den Spendenfonds haben wir zunächst zehn Pilotorganisationen so ausgewählt, damit das Sample die thematische Bandbreite des Engagements darstellt. Je nach Fonds-Wachstum werden die übrigen 27 Wirkt-Siegel-Projekte aus dem Themenfeld nachrücken.
Sofern der Spendenfonds ein Erfolg wird, sind nach Abschluss eines jeden Wirkt-Siegel-Prozesses entsprechende Fonds geplant.
PHINEO lädt allerdings regelmäßig gemeinnützige Organisationen dazu ein, an ihrem kostenfreien Analyseverfahren teilzunehmen. Hierüber informiert PHINEO zeitnah im Newsletter.
Von den 37 Organisationen, die im Rahmen unserer Wirkt-Siegel-Analyse im Bereich Desinformation und Diskriminierung ausgezeichnet wurden, haben wir zehn ausgewählt, die gemeinsam vier Wirkdimensionen abdecken, die für eine stabile Demokratie alle notwendig sind.
Erstens den Schutz der demokratischen Öffentlichkeit: ichbinhier e.V. bekämpft aktiv Hassrede in sozialen Medien, CORRECTIV gemeinnützige GmbH (Projekt Salon5) stärkt unabhängigen Journalismus und Medienkompetenz. Zweitens die Stärkung demokratischer Kompetenzen: Helden e.V. (Projekt: Deine Wahl) befähigt Jugendliche, Desinformation zu erkennen und demokratische Prozesse zu verstehen; Zeichen gegen Mobbing e.V. fördert Konfliktfähigkeit und Dialogbereitschaft als Grundlage demokratischer Alltagskultur. Drittens die konkrete Ermöglichung von Teilhabe: SchlaU-Werkstatt für Migrationspädagogik gemeinnützige GmbH, BQN Zentrum für Diversitätskompetenz e.V. und kosmos b e.V. erschließen demokratischen Diskurs und gesellschaftliche Mitgestaltung für Menschen, die davon strukturell ausgeschlossen sind. Und viertens die Sicherung von Gleichwertigkeit und Repräsentation: FAIR SHARE of Women Leaders e.V., Un-Label e.V. und Wir sind Fella e.V. setzen dort an, wo bestimmte Perspektiven systematisch fehlen – in Führungspositionen, im Kulturbetrieb und in ländlichen Regionen.
Diese Aufteilung ist nicht zufällig. Die Demokratieforschung zeigt seit Jahrzehnten, dass funktionierende Demokratien nicht allein durch politische Institutionen getragen werden, sondern auf einem breiten Fundament gesellschaftlicher Kompetenzen, sozialer Kohäsion und realer Teilhabechancen beruhen. Der Democracy Index der Economist Intelligence Unit bewertet Deutschland seit Jahren als „vollständige Demokratie” – und hält dabei fest, dass politische Beteiligung, Bürgerkultur und demokratische Bildung eigenständige Messdimensionen sind, die neben Wahlen und institutionellen Strukturen gleichwertig in die Bewertung einfließen. Wer ausschließlich auf direkte Demokratiebildung setzt und die sozialen Voraussetzungen außer Acht lässt – also fehlende Sprachkompetenz, mangelnde Repräsentation, gesellschaftliche Ausgrenzung –, adressiert Symptome, aber nicht deren Ursachen.
Die zehn ausgewählten Organisationen sind deshalb als System gedacht: Kein Projekt wirkt allein, aber im Zusammenspiel stabilisieren sie Demokratie als Ganzes. Darüber hinaus war uns Vielfalt in einem weiteren Sinne wichtig: Die Auswahl deckt unterschiedliche Zielgruppen ab (Kinder, Jugendliche, Erwachsene, Multiplikator*innen), verschiedene gesellschaftliche Bereiche (Schule, digitaler Raum, Arbeitswelt, ländliche Regionen) und unterschiedliche Ansätze (Prävention, Empowerment, Monitoring, Direktintervention). Diese Diversität der Methoden ist kein ästhetisches Prinzip: Demokratiestärkung wirkt dann am nachhaltigsten, wenn sie Menschen in möglichst vielen Lebenssituationen und auf verschiedenen Ebenen gleichzeitig erreicht.
Der Fonds folgt keiner parteipolitischen Ausrichtung, sondern einer konsequenten Wirkungslogik: Gefördert werden nicht politische Positionen, sondern die grundlegenden Voraussetzungen einer funktionierenden Demokratie – freie und faktenbasierte Information, faire Teilhabechancen und eine Streitkultur, in der unterschiedliche Standpunkte tatsächlich gehört werden können.
Dass mehrere Organisationen im Fonds sich gegen Desinformation und Diskriminierung engagieren, ergibt sich nicht aus ideologischer Vorauswahl, sondern aus der aktuellen Befundlage: Laut dem Nationalen Diskriminierungs- und Rassismusmonitor 2025 hat mehr als ein Fünftel der deutschen Bevölkerung gefestigte rassistische Einstellungen. Die Körber-Stiftung dokumentiert in ihrem Demokratiebericht 2025, dass nur noch 45 Prozent der Deutschen in hohem Maße der Demokratie vertrauen und 62 Prozent bezweifeln, dass Deutschland zentrale Zukunftsherausforderungen bewältigen kann. Diese Phänomene werden in der internationalen Demokratieforschung als zentrale Risikofaktoren für demokratische Stabilität identifiziert – unabhängig davon, welche politischen Schlussfolgerungen man daraus zieht.
Pluralität verstehen wir dabei nicht als Parteienausgewogenheit. Unser Ziel ist es, möglichst viele Menschen in die Lage zu versetzen, ihre Interessen zu artikulieren, sich zu informieren und sich einzubringen – also die Voraussetzungen zu schaffen, damit unterschiedliche politische Positionen überhaupt frei und fair ausgehandelt werden können. Wer dafür sorgt, dass Jugendliche in strukturschwachen Regionen Desinformation erkennen, dass Frauen in ländlichen Räumen Netzwerke aufbauen können oder dass der öffentliche Dienst die Vielfalt der Gesellschaft widerspiegelt, stärkt nicht ein politisches Lager – sondern die Fähigkeit der Gesellschaft, ihre Konflikte demokratisch zu lösen.
Wir nehmen die Frage nach Ausgewogenheit ernst, weil sie berechtigt ist. Deshalb haben wir uns bei der Auswahl der Organisationen strikt an die Ergebnisse unserer unabhängigen Wirkt-Siegel-Analyse gehalten, die nach einheitlichen, veröffentlichten Kriterien Wirkungspotenzial, Konzeptqualität, Governance und Transparenz bewertet. Kein Projekt wurde aufgrund seiner inhaltlichen Nähe zu einer bestimmten politischen Strömung ausgewählt oder ausgeschlossen. Die vollständige Methodik des Analyseverfahrens ist öffentlich einsehbar und wurde von einer unabhängigen, interdisziplinär besetzten Empfehlungskommission abgenommen.
Wenn Sie Fragen haben:
Sonja Schäffler