Corona-Hilfsfonds

Gemeinsam für eine starke Zivilgesellschaft!

Die Corona-Krise hat für kleine oder mittlere Organisationen und Vereine teils schwere wirtschaftliche Folgen. Im vergangenen Jahr haben wir deshalb unseren Corona-Hilfsfonds 2020 gestartet. Die Bilanz bis heute:

  • 580 registrierte NPOs
  • 115 Bewerbungen
  • knapp eine halbe Million Euro Fördermittel.

Damit konnten wir insgesamt 25 wirkungsvoll arbeitende Organisationen unterstützen. Dafür sind wir sehr dankbar! Dieser Dank gilt allen, die sich mit einer Förderung am Corona-Hilfsfonds beteiligt haben.

„Ich wollte möglichst zielgerichtet helfen. Teilweise geht es an die Existenz von kleinen, total überzeugenden Initiativen, die keine öffentliche Institution im Rücken haben.“

Yvonne Zwick, Einzelspenderin, im Interview mit dem ZDF Mittagsmagazin, 21.12.2020


Hier finden Sie Informationen zu den 25 Organisationen, die wir mit unserem Corona-Hilfsfonds unterstützen konnten.

Für vier Organisationen haben die Fördermittel 2020 nicht gereicht, deshalb sammeln wir weiter.

"Das Corona-Virus hält sich nicht an den Kalender und das gilt auch für die Bedarfe gemeinnütziger Organisationen. Im Gegenteil: Viele NGOs schauen mit großer Sorge auf das neue Jahr. Ihre Krise endet nicht am 31. Dezember."

Stella Torosyan-Pohl, Projektleiterin Corona-Hilfsfonds

Wer helfen will, kann das also weiterhin tun. Alle Förderungen werden an geprüfte Organisationen weitergereicht. Je nach Bedarf wird der Corona-Hilfsfonds im Jahr 2021 aktiv fortgeführt.

Möchten Sie den Corona-Hilfsfonds mit einer Förderung unterstützen?

SPENDEN SIE JETZT DIREKT!

Wer kann den Hilfsfonds mit einer Förderung unterstützen?

Spenden können alle, denen eine starke Zivilgesellschaft am Herzen liegt:  Privatpersonen, Unternehmen, Stiftungen, Family Offices oder staatliche Institutionen.

Alle Förderpartner*innen unterstützen mit ihrem Engagement gemeinnützige Organisationen und Vereine, leisten einen aktiven Beitrag zur Stärkung des gesellschaftlichen Zusammenhaltes und können andere zum Mitmachen bewegen. Also: Jeder Betrag hilft, mit echter Wirkung.

Wenn Sie Fragen zu Ihrer Bewerbung oder dem allgemeinen Bewerbungsverfahren haben, rufen Sie uns an unter +49 30 520 065 337 oder -331 oder schreiben uns eine Mail an hilfsfonds@phineo.org.

Eine Auswahl unserer aktuellen Förderpartner*innen:


ACHTUNG!

Die Bewerbungsfrist für gemeinnützige Organisationen und Vereine um Fördermitteln aus dem Corona-Hilfsfonds 2020 endete am 15. November 2020.

Je nach Bedarf wird der Corona-Hilfsfonds im Jahr 2021 aktiv fortgeführt. Aktuelle Informationen dazu finden sich immer hier auf unserer Website.

FAQ

Wer genau ist antragsberechtigt?
Antragsberechtigt sind Organisationen, die …
  • in Deutschland als gemeinnützig anerkannt sind und über einen Freistellungsbescheid verfügen,
  • keine Körperschaft des öffentlichen Rechts sind,
  • ihren Sitz und ihre Wirkungsregion in Deutschland haben,
  • andere Unterstützungsangebote, soweit möglich, in Anspruch genommen haben (z.B. Kurzarbeit),
  • eine grundsätzlich wirkungsorientierte Arbeit und transparente Berichterstattung belegen können,
  • mit ihrem Jahresbudget unter 2,5 Mio. Euro liegen,
  • mehrheitlich privat finanziert sind (deren Finanzierungen zu mehr als 50% aus Zuwendungen von Stiftungen, Unternehmen, Privatpersonen bestehen und/oder die sich zum Teil aus Einnahmen des Zweckbetriebs/wirtschaftlichen Geschäftsbetriebs finanzieren)
Welche Vergabekriterien gibt es?
Gefördert werden nach §58 Nr. 2 AO Einzelmaßnahmen und Aktivitäten, sofern sie dem Erhalt der gemeinnützigen Tätigkeit und somit dem Erhalt der Organisation unmittelbar dienen. Dazu gehören u.a. gemeinnützige …
  • Projekte, die sich besonders corona-vulnerablen Zielgruppen widmen (z.B. obdachlosen Jugendlichen, depressiven Menschen),
  • bereits 2019 bestehende Angebote und Aktivitäten, die coronabedingt nicht möglich waren (z.B. Besuche bei Familien schwerkranker Kinder),
  • Organisationen, die coronabedingt in eine finanzielle Schieflage gekommen sind (z.B. durch wegfallende Einnahmen, kurzfristig ausfallende Finanzierungen oder Unternehmensspenden),
  • Organisationen oder Projekte, deren Erhalt mit der Förderung nachhaltig möglich ist.
  • Organisationen, die eigene Maßnahmen ergriffen haben, um die Krise überstehen zu können, z.B. durch Kurzarbeit, Verwendung freier Rücklagen, oder Ausschöpfung anderer Förderprogramme (soweit möglich).

Achtung: Nicht zulässig ist die Förderung von gemeinnützigen Organisationen, wenn die unmittelbare Zweckverwirklichung bzw. die Weiterführung der gemeinnützigen Aktivitäten fehlt.

Was bedeutet "corona-bedingte finanzielle Schieflage" konkret?
Es besteht eine akute Zahlungsunfähigkeit bzw. eine in den nächsten Monaten drohende Einstellung der gemeinnützigen Tätigkeiten. Über den Corona-Hilfsfonds soll die Weiterverfolgung der steuerbegünstigten Zwecke ermöglicht werden.
Wie läuft das Auswahlverfahren ab?
  • Anträge werden über ein vordefiniertes Online-Formular bei PHINEO gestellt und bearbeitet.
  • Anträge werden fortlaufend von PHINEO geprüft und bewilligt.
  • Nach Bewilligung wird ein Zuwendungsvertrag mit der Antragsteller*in geschlossen. 
  • Die Zuwendungssumme wird nach Vertragsschluss kurzfristig überwiesen.
  • Mit einer Frist von vier Wochen nach Auszahlungsdatum stellt die Antragsteller*in eine Zuwendungsbestätigung aus. 
  • Spätestens zum 31.03.2021 stellt die Antragsteller*in einen vorläufigen Jahresabschluss bzw. eine vorläufige Einnahme-Überschuss-Rechnung sowie den Sachbericht zur Verfügung.
Wer ist von einer Förderung ausgeschlossen?

Von der Förderung ausgeschlossen sind Organisationen, die ...

  • über Muttergesellschaften oder Mitgliedsstrukturen abgesichert werden können,
  • Körperschaften des öffentlichen Rechts sowie öffentlich-rechtliche Religionsgemeinschaften sind,
  • nach dem 31.12.2018 gegründet wurden,
  • zum 31.12.2019 in wirtschaftlichen Schwierigkeiten waren (also bereits vor Beginn der Corona-Krise),
  • sich bereits in einem Insolvenzverfahren befinden,
  •  im Jahr der Förderung Gewinne vortragen oder Projektrücklagen bilden können.
Wie hoch sind die Fördersummen?
Die bisherigen Fördersummen liegen zwischen 10.000 und 50.000 Euro. Jede Organisation wird individuell gefördert. Das Fördervolumen kann nach der Bedarfsprüfung durch PHINEO angepasst werden. Ziel ist es, mit dem bereits bestehenden Fördervolumen eine möglichst große Anzahl an Organisationen zu fördern.
Wie wird gefördert?

Gefördert ...

  • werden fällige Forderungen, die bis 31.12.2020 gedeckt werden müssen,
  • höchstens gesamtorganisatorisch kostendeckend bei wirtschaftlicher Mittelverwendung (Rücklagenbildung im Förderjahr ist ausgeschlossen),
  • Institutionell, also ohne Zweckbindung auf Projektaktivitäten, jedoch gerne mit konkreten Kostenpositionen
  • Ausschließlich hinsichtlich Erhalt bzw. Wiederaufbau der Organisation oder spezieller Angebote
Wer entscheidet über die Förderungen?
PHINEO prüft die Bedarfe und die Einhaltung der Vergabekriterien und entscheidet über die Vergabe und Höhe der Fördermittel. Hierbei wird PHINEO punktuell von (externen) Expert*innen beraten.
Ist das Wirkt-Siegel von PHINEO oder ein anderes Siegel Voraussetzung für die Antragstellung?
Nein. Das Tragen eines Siegels ersetzt den Nachweis von Wirkungsbelegen, ist jedoch keine notwendige Voraussetzung für die Antragstellung.
Müssen Rücklagen bzw. Ersparnisse vor Antragstellung aufgebraucht sein?
Nein. Wichtig ist es jedoch, dass der Bestand der freien Rücklagen nach § 62 Abs. 1 Nr. 3 AO zum 31.12.2019 nicht 25% des akuten Mittelbedarfs überschreitet.
Wie lang ist die Bewerbung möglich?
Die Bewerbungsfrist endet am 15. November 2020. Bewilligte Fördermittel werden auch danach ausgezahlt, sie müssen jedoch bis 31.12.2020 verwendet und im Jahresabschluss 2020 ersichtlich sein.
Wer soll sich für eine Förderung bewerben: Dachorganisation oder Tochterunternehmen?
Der Antrag ist durch die Organisation zu stellen, bei der der Förderbedarf entstanden ist.
Zählt die Kostenerstattung für Zielgruppen/Kunden durch eine öffentliche Einrichtung als öffentliche Finanzierungsquelle?
Nein. Wenn Corona-bedingt ausbleibende Einnahmen aus Zweck- bzw. wirtschaftlichen Geschäftsbetrieb zu einer finanziellen Schieflage führen, ist die Organisation antragsberechtigt - unabhängig davon, ob die Kosten der Zielgruppen/Kunden von staatlichen Institutionen oder anderen Trägern übernommen werden (Krankenkasse, Arbeitsagentur usw.).
Welche Rolle hat PHINEO?
Wir ...
  • werben in unserem Netzwerk nach weiteren Förderpartner*innen,
  • entwickeln ein online-Bewerbungstool,
  • setzen Vergabekriterien und Auszahlungsmodalitäten auf,
  • sichern die rechtlichen Grundlagen für die Auszahlung,
  • sorgen für Expertise,
  • bearbeiten die Anträge, prüfen die Bedarfe und verwalten die Fördermittel.
  • sorgen für Controlling und werten Berichte aus.

Wie kann ich Ihnen helfen?

Stella Torosyan-Pohl

Strategische Kooperationen, Projektleitung Corona-Hilfsfonds
+49 30 520 065 304
stella.pohl@phineo.org
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