Rettungsschirm für die Zivilgesellschaft

Corona-Hilfsfonds: Gemeinsam für eine starke Zivilgesellschaft!

In der Corona-Krise wird die Zivilgesellschaft mehr denn je gebraucht. Gleichzeitig sind durch Corona viele gemeinnützige Organisationen und Vereine in ihrer Existenz bedroht: Einnahmen bleiben aus, Kosten laufen weiter, Fördermittel und Spenden brechen weg und die wenigsten Organisationen verfügen über finanzielle Rücklagen.

Der Corona-Hilfsfonds soll das werden, was trotz der vielen Hilfs- und Konjunkturpakete der Bundesregierung bislang fehlt: Ein Rettungsschirm für die Zivilgesellschaft. Damit wollen wir gemeinnützigen Organisationen, die durch Corona in ihrer Existenz bedroht sind, rasch und nachhaltig helfen.


Was brauchen in Not geratene Organisationen?

  • kurzfristige Absicherung von Liquiditätsengpässen
  • langfristig Zuschüsse zum Ausgleich von Finanzierungslücken
  • flexible Handhabung zugesagter Fördermittel
  • zusätzliche Fördermittel für Investitionen in nachhaltige Organisationsstrukturen und Digitalisierung
  • öffentliche Wertschätzung gemeinnütziger Arbeit und Anerkennung der zentralen Rolle der Zivilgesellschaft bei der Bewältigung gesellschaftlicher Krisen

Wer oder was kann gefördert werden?

Gefördert werden sollen Organisationen,

  • deren Angebot für Zielgruppen wichtig ist, die besonders stark von Corona betroffen sind (z.B. obdachlose Jugendliche, depressive Menschen)
  • deren Projektarbeit coronabedingt nicht umsetzbar war (z.B. Besuche bei Familien schwer kranker Kinder)
  • deren bedrohliche finanzielle Situation coronabedingt entstanden ist
  • deren Erhalt nachhaltig möglich ist
  • die mehrheitlich privat finanziert sind (durch Zuwendungen von Stiftungen, Unternehmen, Privatpersonen)
  • die andere Unterstützungsangebote soweit möglich bereits in Anspruch genommen haben (z.B. Kurzarbeit)
  • die eine grundsätzlich wirkungsorientierte Arbeit und transparente Berichterstattung belegen können

Woher stammen die Gelder für den Hilfsfonds?

Von allen, denen eine starke Zivilgesellschaft am Herzen liegt: Privatspender*innen, Unternehmen, Stiftungen und staatliche Institutionen.

Wenn auch Sie mitmachen möchten, melden Sie sich gern oder nutzen Sie das Spendenformular oben!

Wo bekomme ich weitere Informationen?

Schreiben Sie uns bitte an hilfsfonds@phineo.org.

FAQ

Wann geht es los?
Der Corona-Hilfsfonds befindet sich im Aufbau. Aktuell werben wir Fördermittel ein.

In Kürze finden sich auf dieser Seite weitere Informationen zum Bewerbungsprozess und den Vergabemodalitäten.

Mit ersten Ausschüttungen ist ab August 2020 zu rechnen.
Wer ist antragsberechtigt?
Antragsberechtigt sind Organisationen, die …

- in Deutschland als gemeinnützig anerkannt sind und über einen Freistellungsbescheid verfügen,

- keine Körperschaft des öffentlichen Rechts sind,

- ihren Sitz in Deutschland haben,

- andere Unterstützungsangebote, soweit möglich, in Anspruch genommen haben, z.B. Kurzarbeit,

- eine grundsätzlich wirkungsorientierte Arbeit und transparente Berichterstattung belegen können,

- über ein Jahresbudget von maximal 2,5 Mio. Euro verfügen,

- mehrheitlich privat finanziert sind, durch Zuwendungen von Stiftungen, Unternehmen, Privatpersonen. (Was heißt „mehrheitlich privat finanziert“ konkret? – Gefördert werden gemeinnützige Organisationen, deren Finanzierungen zu mehr als 50% aus Zuwendungen von Stiftungen, Unternehmen, Privatpersonen bestehen und/oder sich aus Einnahmen des Zweckbetriebs / wirtschaftlichen Geschäftsbetriebs finanzieren.)
Welche Vergabekriterien gibt es?
Gefördert werden …

- Projekte, die sich besonders corona-vulnerablen Zielgruppen widmen, z.B. obdachlose Jugendliche, depressive Menschen,

- Angebote und Aktivitäten, die coronabedingt nicht möglich waren, z.B. Besuche bei Familien schwerkranker Kinder,

- Organisationen, die coronabedingt in eine finanzielle Schieflage gekommen sind, z.B. durch wegfallende Einnahmen, kurzfristig ausfallende Finanzierungen oder Unternehmensspenden,

- Organisationen oder Projekte, deren Erhalt mit der Förderung nachhaltig möglich ist.
Was bedeutet "corona-bedingte finanzielle Schieflage" konkret?
Eine akute Zahlungsunfähigkeit bzw. eine in den nächsten Monaten drohende Insolvenz.
Wie läuft das Auswahlverfahren ab?
- Anträge werden über ein vordefiniertes Online-Formular bei PHINEO gestellt und bearbeitet.

- Anträge werden fortlaufend von PHINEO geprüft und bewilligt.

- Nach Bewilligung wird ein Zuwendungsvertrag mit der Antragsteller*in geschlossen. 

- Die Zuwendungssumme wird nach Vertragsschluss kurzfristig überwiesen.

- Mit einer Frist von vier Wochen nach Auszahlungsdatum stellt die Antragsteller*in eine Zuwendungsbestätigung aus. 

- Spätestens zum 31.03.2021 stellt die Antragsteller*in einen vorläufigen Jahresabschluss bzw. eine vorläufige Einnahme-Überschuss-Rechnung sowie den Sachbericht zur Verfügung.
Was ist von einer Förderung ausgeschlossen?
- Organisationen, die über Muttergesellschaften oder Mitgliedsstrukturen abgesichert werden können,

- Körperschaft des öffentlichen Rechts sowie öffentlich-rechtliche Religionsgemeinschaften,

- Organisationen, die zum 31.12.2019 in wirtschaftlichen Schwierigkeiten waren, also bereits vor Beginn der Corona-Krise,

- Organisationen, die im Jahr der Förderung Gewinne vortragen oder Projektrücklagen bilden können,

- Organisationen, die zum 31.12.2019 über einen Bestand der freien Rücklagen nach § 62 Abs. 1 Nr. 3 AO verfügen, der 25% des akuten Mittelbedarfs überschreitet,

- Organisationen, die für während der Corona-Krise aufgelegte Förderprogramme antragsberechtigt sind und diese Möglichkeiten noch nicht ausgeschöpft haben (bspw. BMWI Soforthilfen für gGmbH).
Wie hoch sind die Fördersummen?
Wir fördern jede Organisation individuell. Daher sind auch die Fördervolumen unterschiedlich hoch. Die endgültigen Fördersummen ergeben sich aus den individuellen Förderbedarfen.  Dabei achten wir insbesondere darauf, dass beantragte Ressourcen und erwartete Wirkungen in einem angemessenen Verhältnis stehen.
Wie wird gefördert?
- Einmalig, zunächst in einem Zeitraum von 3 bis 6 Monaten, bis max. bis 31.12.2020

- Höchstens gesamtorganisatorisch kostendeckend bei wirtschaftlicher Mittelverwendung (Rücklagenbildung im Förderjahr ist ausgeschlossen)

- Institutionell, also ohne Zweckbindung auf Projektaktivitäten, jedoch gerne mit konkreten Kostenpositionen

- Ausschließlich hinsichtlich Erhalt bzw. Wiederaufbau der Organisation oder spezieller Angebote
Wer entscheidet über die Förderungen?
Wir prüfen die Bedarfe und die Einhaltung der Vergabekriterien. Überdies entscheiden wir über die Vergabe und Höhe der Fördermittel. Hierbei lassen wir uns punktuell von (externen) Expert*innen beraten.
Wer kann Förderpartner*in werden?
Angesprochen sind alle, denen eine starke Zivilgesellschaft am Herzen liegt:  Privatpersonen, Unternehmen, Stiftungen, Family Offices, staatliche Institutionen. Förderpartner*innen können einen Beitrag zur Rettung bedrohter gemeinnütziger Organisationen und Vereine leisten – und gleichzeitig als Vorbild wirken.

Selbstverständlich stellen wir Spendenquittungen aus.
Ich möchte als Förder*in mithelfen. Was ist zu tun?
Bitte melden Sie sich bei uns, wir helfen Ihnen gern weiter: Stella Torosyan-Pohl, stella.pohl@phineo.org.
Welche Rolle hat PHINEO?
Wir ...
- werben in unserem Netzwerk nach weiteren Förderpartner*innen,
- entwickeln ein online-Bewerbungstool,
- setzen Vergabekriterien und Auszahlungsmodalitäten auf,
- sichern die rechtlichen Grundlagen für die Auszahlung,
- sorgen für Expertise,
- bearbeiten die Anträge, prüfen die Bedarfe und verwalten die Fördermittel.
- sorgen für Controlling und werten Berichte aus.