Initiative Mobilitätskultur

Wenn der Weg nicht das Ziel ist

Die Initia­ti­ve Mobi­li­täts­kul­tur möch­te dazu bei­tra­gen, eine erfolg­rei­che Ver­kehrs­wen­de ein­zu­lei­ten und lebens­wer­te Städ­te zu schaf­fen. Die Visi­on ist weni­ger moto­ri­sier­ter Ver­kehr, eine voll­stän­di­ge Umstel­lung auf erneu­er­ba­re Ener­gien und mehr städ­te­bau­li­che und räum­li­che Qua­li­tät unse­rer Umwelt.

Die Kli­ma­kri­se for­dert die Gesell­schaft. Grund genug, unse­re bis­he­ri­gen Ver­hal­tens­wei­sen dar­auf­hin zu über­prü­fen, wie kli­ma­freund­lich sie sind. Dazu gehört auch die Fra­ge, wie wir uns fortbewegen.

Natür­lich sind hier ins­be­son­de­re die Poli­tik und die Wirt­schaft in der Pflicht geeig­ne­te Lösun­gen zu ent­wi­ckeln. Die not­wen­di­gen Ver­än­de­run­gen schei­nen aber nicht von den Akteu­ren allein mach­bar zu sein. Es braucht die Zivil­ge­sell­schaft, denn sie kann inno­va­ti­ve Ansät­ze initi­ie­ren und den nöti­gen Ver­än­de­rungs­druck aufrechterhalten.

Mehr Infor­ma­tio­nen fin­den Sie auch im aktu­el­len Jah­res­be­richt 2020 der Initia­ti­ve Mobi­li­täts­kul­tur (PDF).

Wir wol­len mit der Initia­ti­ve zei­gen, dass eine neue Mobi­li­täts­kul­tur nicht nur durch Poli­tik gestal­tet wird. Es gibt über­all in Deutsch­land tol­le Pro­jek­te von Bürger*innen, die wir unter­stüt­zen, ver­net­zen und sicht­bar machen wollen.”

Burk­hard Horn, Ver­kehrs­ex­per­te und Bera­ter der Initia­ti­ve Mobilitätskultur 


Projektpartner*in: eine Pri­vat­per­son | Lauf­zeit: seit 2018


Was ist das Ziel der Initiative?

Ziel der Initia­ti­ve Mobi­li­täts­kul­tur ist es, einen Bei­trag zu einer erfolg­rei­chen Ver­kehrs­wen­de und lebens­wer­ten Städ­ten zu leis­ten und auf die­sem Weg inno­va­ti­ve Ansät­ze zu unter­stüt­zen. Wir möch­ten weni­ger moto­ri­sier­ten Ver­kehr, eine voll­stän­di­ge Umstel­lung auf erneu­er­ba­re Ener­gien, mehr städ­te­bau­li­che und räum­li­che Qua­li­tät unse­rer Umwelt.

Damit das gelingt, braucht es zwei­er­lei: Ers­tens ist es erfor­der­lich, dass jeder Ein­zel­ne sei­ne Ein­stel­lung, sein Ver­hal­ten und sei­ne Lebens­wei­se über­denkt und ver­än­dert. Und zwei­tens braucht es eine Zivil­ge­sell­schaft, die inno­va­ti­ve Ideen ent­wi­ckelt, Lösungs­an­sät­ze von unten ermög­licht und den erfor­der­li­chen Kul­tur­wan­del befeu­ert.

Wer steht hin­ter der Initiative?

Die Initia­ti­ve Mobi­li­täts­kul­tur wur­de durch die Erb­schaft einer Pri­vat­per­son mög­lich, die ihr Erbe für eine neue Art der Mobi­li­tät ein­set­zen möch­te. Die Per­son ist kei­ne Per­son des öffent­li­chen Lebens.

Woher kommt der Name?

Die Fra­ge nach Mobi­li­tät konn­te bis vor eini­gen Jah­ren ganz über­wie­gend mit der Fra­ge gleich­ge­setzt wer­den, wie gut Men­schen mit ihrem Auto von A nach B kom­men. Wir glau­ben dar­an, dass es eine neue Kul­tur der Mobi­li­tät braucht, in der sich die Men­schen kli­ma­scho­nend bzw. kli­ma­neu­tral durch den öffent­li­chen Raum bewe­gen. In der Pra­xis heißt das: Statt Autos wird das Stadt­bild bezüg­lich Mobi­li­tät und Ver­kehr von Fußgänger*innen, Fahrradfahrer*innen, Leih­sta­tio­nen, Bus­sen & Bah­nen bestimmt.

Wel­che Pro­jek­te wer­den gefördert?

Die Initia­ti­ve Mobi­li­täts­kul­tur för­dert unter ande­rem Pro­jek­te und Orga­ni­sa­tio­nen

  • die dazu bei­tra­gen, dass sich Men­schen hin­ter­fra­gen, wie sie von einem Ort zum ande­ren gelangen,
  • die dafür sor­gen, dass sich Men­schen zu Fuß, mit dem Rad oder öffent­li­chen Ver­kehrs­mit­teln fort­be­we­gen oder Ver­kehrs­mit­tel tei­len (Car­sha­ring etc.),
  • die urba­ne Umge­bun­gen schaf­fen, in denen Men­schen ger­ne leben und in der sie auf ihr Auto ver­zich­ten kön­nen und
  • die die beson­de­ren Her­aus­for­de­run­gen an nach­hal­ti­ge Mobi­li­tät im länd­li­chen Raum adressieren. 

Wel­che Ansät­ze jeweils geför­dert wer­den, hängt davon ab, ob sie ihr Wir­kungs­po­ten­zi­al nach­voll­zieh­bar auf­zei­gen kön­nen. Dies kön­nen sowohl Bil­dungs­pro­jek­te und Kam­pa­gnen sein, Pro­jek­te, die Poten­zia­le für mehr Lebens­qua­li­tät im öffent­li­chen Raum auf­zei­gen oder auch sol­che mit einem eher tech­ni­schen Cha­rak­ter.

Kann man sich für eine För­de­rung bewerben?

Pro­jek­te kön­nen sich nicht direkt für eine För­de­rung bewer­ben, son­dern wer­den von der Initia­ti­ve Mobi­li­täts­kul­tur aus­ge­wählt. Wir freu­en uns aber jeder­zeit über Hin­wei­se auf för­de­rungs­wür­di­ge Ansät­ze.

Nach wel­chen Kri­te­ri­en wer­den die För­der­pro­jek­te ausgewählt?

PHINEO prüft die För­der­pro­jek­te anhand eines bewähr­ten Kri­te­ri­en­sets. Dabei wird einer­seits ein­ge­schätzt, wie gut das Pro­jekt dazu geeig­net ist, zu der gewünsch­ten Mobi­li­täts­kul­tur bei­zu­tra­gen – ger­ne mit inno­va­ti­ven und ska­lier­ba­ren Ansätzen.

Ander­seits wird bewer­tet, wie gut die hin­ter dem Pro­jekt ste­hen­de Orga­ni­sa­ti­on auf­ge­stellt ist. Dabei geht es weni­ger dar­um, aus­schließ­lich eta­blier­te Orga­ni­sa­tio­nen zu iden­ti­fi­zie­ren. Viel­mehr möch­te die Initia­ti­ve das Risi­ko­po­ten­zi­al ein­schät­zen und bei Bedarf ent­spre­chend extra fördern.

PHINEO wird bei der Aus­wahl und Prü­fung der Pro­jek­te von Fachexpert*innen beraten.

Wie för­dert die Initiative?

Die Initia­ti­ve Mobi­li­täts­kul­tur setzt sowohl auf eine dau­er­haf­te Unter­stüt­zung wirk­sa­mer Pro­jek­te, als auch auf eine punk­tu­el­le För­de­rung von Pro­jek­ten, die eine hohe öffent­li­che Auf­merk­sam­keit versprechen.

Dar­über hin­aus ist es erklär­tes Ziel, auch außer­halb deut­scher Gren­zen nach wirk­sa­men Pro­jek­ten zu suchen, deren Hand­lungs­an­satz sich nach Deutsch­land über­tra­gen lässt. Allen För­der­pro­jek­ten gemein ist, dass sie eine Strahl­kraft besit­zen sol­len, die zum Nach­ah­men anregt.

Wie viel Geld steht der Initia­ti­ve zur Ver­fü­gung und wie viel bekommt jede Organisation?

Die Initia­ti­ve Mobi­li­täts­kul­tur ver­gibt in den kom­men­den zehn Jah­ren einen ein­stel­li­gen Millionenbetrag. 

Die För­der­sum­me einer Orga­ni­sa­ti­on hängt von ihrem Bedarf ab. Inso­fern erhält jedes Pro­jekt eine indi­vi­du­el­le Fördersumme.

Wei­te­re Infor­ma­tio­nen fin­den Sie auch im aktu­el­len Jah­res­be­richt 2020 der Initia­ti­ve Mobi­li­täts­kul­tur (PDF).

    Wenn Sie Fragen haben:

    Linda Gugelfuß

    Großspendenberatung & Wirkungsanalyse
    +49 30 520 065 329
    linda.gugelfuss@phineo.org