Gemeinnütziger Journalismus: Potenziale, Wirkungsmechanismen, Best Practices

Non-Profit-Journalismus – Qualitätskriterien und Fördertipps

Der Report Wozu Non-Profit-Journalismus? bietet einen Einstieg ins Themenfeld des gemeinnützigen Journalismus. Er skizziert Potenziale, Wirkungsmechanismen und Qualitätskriterien der Branche – und liefert handfeste Tipps, wie sich Förder*innen gezielt engagieren können.

Der Report Wozu Non-Profit-Journalismus? berichtet vom Gründergeist, der den krisengeschüttelten Journalismus erfasst hat. Neben privaten und öffentlich-rechtlichen Angeboten bauen Pionier*innen eine dritte Säule für das Mediensystem: den gemeinnützigen Journalismus. Dieser Journalismus hat ein neues Betriebsmodell: frei von kommerziellen Interessen, innovativ, lösungsorientiert, kollaborativ.

Der gemeinnützige Journalismus sucht die Nähe zu seinen Nutzer*innen und stärkt die Medienvielfalt im digitalen Zeitalter. Dafür braucht er Unterstützer*innen in Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft.


Einladung zur Live-Online-Veranstaltung
"Journalismus unter Druck: Geht’s Non-Profit besser?"

Digital-vernetzte Technologien, populistische Stimmungsmache und erodierende Geschäftsmodelle setzen den Journalismus seit Jahren unter Druck. Non-Profit-Journalismus bietet neue Wege und Perspektiven, um der Krise des Journalismus entgegenzuwirken.

Reporter ohne Grenzen, Correctiv, Finanztip, FragDenStaat, Netzwerk Recherche
: Viele mutige und kreative Medienmacher*innen bereiten den Weg für den gemeinnützigen Journalismus – frei von kommerziellen Interessen und zugleich journalistischen Standards verpflichtet.

Was der Non-Profit-Journalismus für die Gesellschaft leisten kann, wie er das bestehende Mediensystem aus privaten und öffentlich-rechtlichen Medien sinnvoll ergänzt und warum die Medienpolitik jetzt handeln muss, darüber diskutieren wir gemeinsam mit

Dr. Carsten Brosda, Senator der Behörde für Kultur und Medien der Freien und Hansestadt Hamburg
Elisabeth Niejahr, Publizistin und Geschäftsführerin Hertie-Stiftung
David Schraven, Geschäftsführer CORRECTIV
Prof. Sebastian Turner, Herausgeber Der Tagesspiegel

Sie sind herzlich eingeladen und können dabei sein am 29. September 2020, 15-16 Uhr, via Live-Stream unter www.gemeinnuetziger-journalismus.de.

Während der Veranstaltung können über einen Live-Chat schriftlich Fragen gestellt werden.

Wir freuen uns auf Sie!

Stephanie Reuter
(Rudolf Augstein Stiftung)
Gauri van Gulik
(Luminate)
Dr. Andreas Rickert
(PHINEO gAG)
Tim Göbel und Lukas Harlan
(Schöpflin Stiftung)

Wenn Sie sich für die Veranstaltung schon jetzt anmelden möchten, können Sie gern auch eine E-Mail schreiben an juliane.werlitz@phineo.org.


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Report: Wozu Non-Profit-Journalismus?

Demnächst hier erhältlich. Kostenlos als Print & eBook vorbestellen per Mail redaktion@phineo.org.

English Summary: Non-Profit-Journalism in Germany

Coming soon. Report on quality criteria, logic models and funding tips in non-profit journalism

Non-Profit-Journalismus: Her mit dem Gemeinnutz!

Rechtspopulismus, Corona-Verschwörungstheorien, Fake News: Verlässliche Informationen sind gefragt wie nie. Gleichzeitig jedoch erleben wir ein Marktversagen: den Medienhäusern brechen seit Jahren die Einnahmen weg, Journalist*innen bangen um ihre Existenz, ganze Angebote stehen vor dem Aus, insbesondere im Lokaljournalismus. Die Digitalisierung verlangt den Redaktionen andauernde Innovationen ab, ohne dass sich digitale Geschäftsmodelle tragen.

Überdies konkurriert aufwendiger Qualitätsjour­nalismus mit Informationsangeboten, die sich journalistischen Standards weniger verpflichtet sehen oder diese sogar unterminieren. Kurz: Der Journalismus ringt um seine orientierungs­gebende Funktion in der Gesellschaft.

Dabei ist eines erwiesen: Wo Journalismus Missstände nicht aufdecken kann, geht die Demokratie ein. Verschwindet Lokaljourna­lismus, sinkt die Wahlbeteiligung. Sozialer Zusammenhalt und zivilgesellschaftliches Engagement lassen nach; Misswirtschaft und Korruption nehmen zu.

So weit darf es nicht kommen! – Deshalb richtet der Report Wozu Non-Profit-Journalismus? den Blick auf das Neue. Er berichtet vom Aufbruch. Denn den krisen­geschüttelten Journalismus hat ein Gründer­geist erfasst. Neben privaten und öffentlich-rechtlichen Angeboten bauen Pionier*innen eine dritte Säule für das Mediensystem: den gemeinnützigen Journalismus.

Dieser Journalismus hat ein neues Betriebsmodell: frei von kommerziellen Interessen, innovativ, lösungsorientiert, kollaborativ. Der gemeinnützige Journalismus sucht die Nähe zu seinen Nutzer*innen und stärkt die Medien­vielfalt im digitalen Zeitalter. Dafür braucht er Unterstützer*innen.

Der Report Non-Profit-Journalismus in Deutsch­land bietet Entscheider*innen, Förder*innen, Akteuren und Interessierten einen Einstieg ins Themenfeld:

  • Er beleuchtet die Bandbreite des journalistisch-gemeinnützigen Ökosystems; er nimmt stiftungsgeförderte Investigativbüros und mitglie­derfinanzierte Angebote ebenso in den Blick wie digitale Infrastruk­turen für grenzüberschreitende Recherchen.
  • Der Report thematisiert aber auch, was es braucht, um gemeinnützigen Journalismus zu etablieren und dessen Potenzial zu heben.

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Report: Wozu Non-Profit-Journalismus?

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English Summary: Non-Profit-Journalism in Germany

Coming soon. Report on quality criteria, logic models and funding tips in non-profit journalism

Non-Profit-Journalismus: kostenlos, aber keineswegs umsonst

Non-Profit-Journalismus kann an Stellen, an denen der Markt versagt, wichtige Impulse für die Weiterentwicklung des Journalismus setzen und der Krise entgegenwirken.

Dafür sprechen mindestens drei Gründe:

  1. Non-Profit-Journalismus stärkt Meinungsvielfalt und Demokratie.
  2. Non-Profit-Journalismus besitzt eine hohe Innovationskraft, sowohl mit Blick auf neue Geschäfts- und Finanzierungsmodelle wie auch hinsichtlich neuer Handlungsansätze und Praktiken.
  3. Non-Profit-Journalismus definiert Bürgernähe als Haltung bzw. Arbeitsprinzip.

Die 20 im Report vorgestellten Non-Profit-Akteure sind inspirierende Beispiele für die Vielfalt, die Innovationskraft und die konstruktive Haltung, die Non-Profit-Journalismus ausmacht.

Projektpartner*innen

Non-Profit-Journalismus: Wie er funktioniert

Das im Report vorgestellte Wirkungsmodell ist eines von vielen Modellen, mit denen sich Ursache-Wirkungs-Beziehungen im Non-Profit-Journalismus darstellen lassen. Das von uns bevorzugte Modell erschien uns insofern geeignet, als es die Komplexität des Themenfelds widerspiegelt, ohne sich in Details zu verlieren, und weil es auf dem Verständnis einer nachhaltigen Wirkungslogik aufbaut. Nachhaltig im Sinne von: So können gemeinnützige Journalist*innen einen maximalen gesellschaftlichen Impact erzielen.

Non-Profit-Journalismus in der Praxis: Projekte mit Effekt

Indem sie die technischen und kommunikativen Möglichkeiten im Internet nutzen, bilden die von uns untersuchten gemeinnützige journalistische Akteure ein Scharnier zwischen Leser*innen, Zivilgesellschaft und kommerziellem Journalismus.

  • Sie vermitteln Kompetenzen, indem sie ihre Leser*innen dazu befähigen, sich selbst ein umfassendes Bild zu machen, eigene Recherchen anzustoßen oder auch sich zu wehren, etwa gegenüber Behörden.
  • Sie stellen Infrastruktur und Know-how für andere journalistische Player bereit.
  • Sie sorgen für Vernetzung und Austausch, sowohl untereinander als auch mit Blick auf nicht-journalistische Akteure.
  • Sie fördern den Nachwuchs und insbesondere journalistische Gründer*innen.
  • Sie befeuern im besonderen Maße Diversität, Inklusion, Integration und Teilhabe.
  • Sie tragen erheblich zum Erhalt von Informations- und Meinungsfreiheit bei.

Die im Report porträtierten Projekte in der Übersicht:

AmalCorrectivFinanztip
FragDenStaatHostwriterInvestigate Europe
KONTEXTKrautreporterNetzpolitik.org
Netzwerk RechercheNeue Deutsche Medienmacher*innenn-ost
Reporter ohne GrenzenRiffReporterScience Media Center
Bureau Local (GB)ICIJ (USA)Die Republik (CH)
Solutions Journalism Network (USA)Texas Tribune (USA)


Welche Handlungsansätze die Akteure verfolgen und inwieweit sie sich dadurch sinnvoll ergänzen und unterstützen, beschreiben wir ausführlich mithilfe einer Projektmatrix.

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Report: Wozu Non-Profit-Journalismus?

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English Summary: Non-Profit-Journalism in Germany

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Non-Profit-Journalismus: Gezielt Fördern!

Gemeinnütziger Journalismus braucht Unterstützung. Vor allem politisch und finanziell.

Das Schöne ist, dass sich Unterstützer*innen an vielen Stellen einbringen können: Sie können

  • schlicht und einfach Geld geben
  • etablierte Akteure finanzieren
  • journalistische Neugründungen ins Leben rufen
  • die Vernetzung vorantreiben oder
  • Lobbyarbeit leisten, auf politischer Ebene oder in die Gesellschaft hinein.

Im Report skizzieren wir auf knapp 20 Seiten, wie sich Stiftungen, Unternehmen, politische Entscheider*innen oder auch Privatpersonen tatkräftig engagieren können, ganz konkret und mit größtmöglichem Nutzen. Punktuell oder dauerhaft, mit schmalem Budget oder großzügiger Förderung.


Der Report ist kostenfrei und steht unter CC-Lizenz. Er entstand in Zusammenarbeit von Luminate, der Schöpflin Stiftung, der Rudolf Augstein Stiftung und dem gemeinnützigen Analyse- & Beratungshaus PHINEO.

Wenn Sie Fragen haben:

Charlotte Buttkus

Organisationsentwicklung & Trainings
+49 30 520 065 308
charlotte.buttkus@phineo.org
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