Case: Modellprojekt für die kommunale Verwaltung

Weltoffene Kommune – Vom Dialog zum Zusammenhalt


Kommunen sind zentrale Orte für Vielfalt, Integration und Teilhabe. Mehr denn je müssen sie heute Ausgangsbedingungen gestalten, die Weltoffenheit und ein gutes Zusammenleben fördern. Aber wie kann das gelingen? Das Modellprojekt „Weltoffene Kommune – vom Dialog zum Zusammenhalt“, gefördert durch die Beauftragte der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration, sucht Antworten auf diese Fragen.

Von links nach rechts: Claudia Walther (Bertelsmann Stiftung), Farhad Dilmaghani (PHINEO), Oberbürgermeister Mike Schubert und die Beauftragte der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration Annette Widmann-Mauz bei der Auftaktveranstaltung in Potsdam
Von links nach rechts: Claudia Walther (Bertelsmann Stiftung), Farhad Dilmaghani (PHINEO), Oberbürgermeister Mike Schubert und die Beauftragte der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration Annette Widmann-Mauz bei der Auftaktveranstaltung in Potsdam

Im Rahmen des Projekts, initiiert durch PHINEO und die Bertelsmann Stiftung, werden bis Anfang des Jahres 2022 bundesweit bis zu 40 Modellkommunen bei der zukunftsorientierten Gestaltung und Entwicklung hin zu Weltoffenheit und Vielfalt unterstützt. Dazu bearbeitet das Modellprojekt drei Ansatzpunkte.

Hier finden Sie die aktuellen Modellkommunen und Prozessbegleiter*innen im Überblick

Lösungsansatz

1. Selbstcheck Weltoffene Kommune

Im Zentrum steht ein Selbstcheck, der Kommunen bei der Analyse ihres Status quo hinsichtlich Weltoffenheit unterstützt. Basierend auf den Ergebnissen planen Kommunen in einem moderierten Workshop nächste Schritte für die Weiterentwicklung ihrer Integrations- und Diversitätsarbeit.

2. Angebote für Entscheidungsträger*innen

Kommunale Entscheidungsträger*innen sind gefordert, mit einer aufgeheizten gesellschaftlichen Debatte umzugehen und sich mit klarer Haltung für Weltoffenheit sowie gegen Ausgrenzung und Rassismus zu positionieren. Dazu werden im Modellprojekt speziell auf die Bedürfnisse von Entscheider*innen zugeschnitte Unterstützungsformate entwickelt.

3. Einwohner*innendialoge

Um Weltoffenheit zu leben, müssen die Menschen vor Ort im Dialog sein, kommunale Themen gemeinsam gestalten und inklusive Narrative entwickeln. Dafür besteht im Modellprojekt die Möglichkeit, je nach Ausgangslage Dialogveranstaltungen zwischen Einwohner*innen, Verwaltung und Politik sowie Akteuren aus Wirtschaft und Zivilgesellschaft zu unterstützen.

Teilnahme am Modellprojekt

Voraussetzungen

Hier erhalten Sie ausführliche Informationen zur Projektteilnahme (PDF).

Ob Ihre Kommune für die Teilnahme am Projekt in Frage kommt, entscheidet sich nach einem Erstgespräch. Grundsätzlich gilt:

  • Relevante Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträger unterstützen das Vorhaben und beteiligen sich an dessen Planung und Umsetzung.
  • Ihre Kommune gewährleistet über den Projektzeitraum eine Ansprechperson für das Projektteam, welche die Koordination vor Ort und die Einbindung relevanter Akteure sicherstellt.
  • Ihre Kommune unterstützt die Weiterentwicklung der Unterstützungsangebote, indem Sie Ihre Lernerfahrungen auf dem Weg hin zur Weltoffenheit und Vielfalt mit dem Projektteam teilen.

Interessiert?

Wir freuen uns auf Ihre Nachricht!

Wenn Ihre Kommune Interesse am Modellprojekt hat, senden Sie bitte das Formular „Interesse an einer Teilnahme“ ausgefüllt an Bianka Certa (bianka.certa@bertelsmann-stiftung.de)!

Häufig gestellte Fragen

Welchen Mehrwert hat meine Kommune durch eine Teilnahme?
Sie nehmen an einem bundesweiten, prominenten Modellprojekt im Rahmen des Nationalen Aktionsplans Integration teil und erhalten mit dem Titel “Weltoffene Kommune” ein positives und innovatives Label. Die Begleitung ist kostenfrei. Sie haben einen Lerngewinn auf fachlicher Ebene, z.B. zu Konfliktmanagement, aber auch methodischer Ebene, z.B. zu Gesprächsformaten mit verschiedenen Akteuren. Darüber hinaus können Sie sich bundesweit mit anderen Kommunen vernetzen und austauschen.
Welcher Aufwand entsteht für meine Kommune?
Die Teilnahme ist kostenlos und dauert maximal sechs Monate. Für diese Zeit brauchen Sie keine ganze Stelle einzuplanen, sollten jedoch eine Ansprechperson benennen. Idealerweise ist das der bzw. die Integrationsbeauftragte oder eine Person aus dem Kernteam Integration. Diese Ansprechperson organisiert den Selbstcheck-Workshop vor Ort und stellt den Kontakt zur Verwaltungsspitze her.
Muss das Formular “Interesse an einer Teilnahme” in der Verwaltung abgestimmt sein?
Nein, Sie können uns das Formular ohne vorherige Abstimmung zusenden. Wir empfehlen jedoch, dass Sie sich innerhalb der Verwaltung zu einer geplanten Projektteilnahme austauschen und weitere Unterstützer*innen für das Vorhaben gewinnen.

Partner*innen

Logo

Beirat

  • Dr. Franziska Becker, Expert for research-based consulting for municipalities; conflict mediation in social urban and municipal development
  • Prof. Dr. Petra Bendel, Chairperson of the Expert Council of the Center for Area Studies, FAU Erlangen-Nuremberg; and Chair of the Advisory Council of the Federal Office of Migration and Refugees (BAMF) Anna Dieterle, Project management in the pilot project by Stiftung Mercator Anne Keßler, Head of Department SW III 3 - Socially Integrative City; ESF in the Federal Ministry of the Interior, for Building and Homeland Affairs (BMI)
  • David Lubell, Founder and Chairman of Welcoming America
  • Holger Michael, Owner Loud and Clear - Strategic Communication
  • Dr. Deniz Nergiz, Executive Director at BZI; Political Analyst; Migrationexpert.
  • Marta Neüff, Board Member of the Association for Intercultural Welfare Work, Empowerment and Diversity
  • Belit Onay, Governing Mayor of Hanover
  • Ayse Özbabajan , Deputy Head of the Integration Policy Department, City of Stuttgart
  • Dr. rer. soc. Bettina Reimann, Expert on participation procedures, German Institute of Urban Affairs
  • Timo Reinfrank, Managing Director Amadeu Antonio Foundation
  • Dr. Elias Steinhilper, Expert German Centre for Integration and Migration Research
  • Prof. Dr. Hacı-Halil Uslucan, Head of the Foundation Centre for Turkish Studies and Integration Research
  • Kirstin Walsleben, Keynote speaker German Association of Cities and Towns

    Wenn Sie Fragen haben:

    Samera Bartsch

    Öffentlicher Sektor & Beratung
    +49 30 520 065 348
    samera.bartsch@phineo.org
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