Kli­ma­schutz

So erken­nen Sie wirk­sa­me Klimaschutzprojekte

Wel­che Kli­ma­schutz­pro­jek­te haben die Kraft zu gro­ßer Wir­kung und war­um, damit haben wir uns in unse­rem The­men­re­port Kli­ma­schutz beschäf­tigt. Im Fokus der PHINEO-Ana­ly­se stan­den gemein­nüt­zi­ge Orga­ni­sa­tio­nen, die sich mit ihrer Arbeit für den Kli­ma­schutz ein­set­zen.

Von 22 ana­ly­sier­ten Orga­ni­sa­tio­nen wur­den elf Pro­jek­te mit dem Wirkt-Sie­gel, der PHINEO-Qua­li­täts­emp­feh­lung für wir­kungs­vol­les gesell­schaft­li­ches Enga­ge­ment, aus­ge­zeich­net. Sie haben in den ver­gan­ge­nen Jah­ren viel Gutes für das Kli­ma bewirkt, eini­ge von ihnen bis heute.

Wel­che Hand­lungs­an­sät­ze kön­nen wirk­sa­me Kli­ma­schutz­pro­jek­te haben

Direk­te CO2-Reduk­ti­on

Die Wir­kungs­lo­gik sol­cher Pro­jek­te ist ein­fach: Hier wer­den Maß­nah­men umge­setzt, die mit sofor­ti­ger Wir­kung CO2 redu­zie­ren. Das kann über Bera­tungs­leis­tun­gen oder auch direk­te Ein­spar­maß­nah­men, z.B. die Instal­la­ti­on von Strom­ste­cker­leis­ten in pri­va­ten Haus­hal­ten, gesche­hen. Das kann geht aber auch via Bio­mas­se, indem bei­spiels­wei­se Wäl­der auf­ge­fors­tet wer­den, die wie­der­um CO2 in den Bäu­men binden.

Mobi­li­sie­rung und Lobbyarbeit

Die Poli­tik darf nicht aus ihrer Pflicht ent­las­sen wer­den, das ist klar. Kli­ma­schutz braucht die Betei­li­gung aller an einem gemein­sa­men Weg. Und es wird jemand gebraucht, der die Inter­es­sen und Mei­nun­gen bün­delt und dar­aus poli­ti­sche For­de­run­gen ent­wi­ckelt und arti­ku­liert –– und so den Bürger*innen und dem Kli­ma­schutz eine Stim­me gibt. Gemein­nüt­zi­ge Pro­jek­te mit dem Ziel, Geset­ze, Rah­men­be­din­gun­gen und Ent­wick­lun­gen im Sin­ne des Kli­ma­schut­zes zu ver­än­dern, sind ein wich­ti­ger Hebel, um indi­rekt deut­li­che CO2-Ein­spa­run­gen auf den Weg zu bringen.

Qua­li­tät des Kli­ma­schutz­dis­kur­ses sichern

Kli­ma­schutz erfor­dert ein gemein­sa­mes Ver­ständ­nis des The­mas. Gefragt sind sowohl Fach­wis­sen als auch inten­si­ve Netz­werk­ar­beit. Die sich per­ma­nent ver­än­dern­de und wach­sen­de Wis­sens­ba­sis und die vie­len ver­schie­de­nen Fokus­punk­te der Akteur*innen erschwe­ren oft­mals den Dis­kurs und die gemein­sa­me Ziel­ver­fol­gung. Man­che Orga­ni­sa­tio­nen wol­len des­halb mit ihren Ange­bo­ten eine Wis­sens­ba­sis schaf­fen, die alle Akteur*innen auf einen gemein­sa­men Stand bringt. Sie berei­ten zum Bei­spiel kom­ple­xe Inhal­te ver­ständ­lich auf und ver­brei­ten sie über ein­heit­li­che Tools und Metho­den, erstel­len Mate­ria­li­en für den Schul­un­ter­richt oder star­ten Informationskampagnen.

Akzep­tanz für Ver­än­de­run­gen schaffen

Nicht alles, was theo­re­tisch einen Kon­sens erzielt, bleibt in der Pra­xis wider­stands­frei. Wind­rä­der: ja. Das Wind­rad hin­ter dem eige­nen Haus: nein. Kli­ma­schutz ver­langt aber die Bereit­schaft, auf beque­me Gewohn­hei­ten zu ver­zich­ten oder gar Ein­schrän­kun­gen und Neben­ef­fek­te in Kauf zu neh­men. Ver­schie­de­ne Orga­ni­sa­tio­nen wid­men sich des­halb Maß­nah­men, die die Akzep­tanz von Kli­ma­schutz­maß­nah­men durch Par­ti­zi­pa­ti­on und Mit­be­stim­mungs­mög­lich­kei­ten för­dern. Sie infor­mie­ren über Vor­tei­le, Nut­zen und Hin­ter­grün­de von Akti­vi­tä­ten und deren Aus­wir­kun­gen, brin­gen Akteu­re zusam­men und ermög­li­chen Informationsaustausch.

Selbst­wirk­sam­keit erfahr­bar machen

Kli­ma­schutz braucht Mit­ma­ch­an­ge­bo­te, die Ein­zel­per­so­nen dar­in bestär­ken, einen wich­ti­gen Bei­trag zum Kli­ma­schutz leis­ten zu kön­nen. Gemein­nüt­zi­ge Orga­ni­sa­tio­nen bie­ten etwa Bil­dungs­pro­jek­te für Schu­len und Unter­neh­men an und set­zen nied­rig­schwel­li­ge Maß­nah­men auf, z.B. Bäu­me pflan­zen, mit dem Rad zur Arbeit fah­ren oder kli­ma­neu­tral kochen. Sol­che Pro­jek­te machen Ein­zel­per­so­nen hand­lungs­fä­hig und geben ihnen Werk­zeu­ge an die Hand, vom Wis­sen zum Han­deln zu kommen. 

Bünd­nis­se herstellen

Kli­ma­schutz braucht star­ke Akteur*innen – und star­ke Bünd­nis­se. Hier brin­gen die gemein­nüt­zi­gen Orga­ni­sa­tio­nen zivil­ge­sell­schaft­li­che und wirt­schaft­li­che Akteur*innen zusam­men und unter­stüt­zen sie dabei, gemein­sa­me Stra­te­gien zu ent­wi­ckeln, statt getrennt von­ein­an­der Ein­zel­zie­le zu ver­fol­gen. So wird die Wirk­sam­keit der Akti­vi­tä­ten vie­ler Ein­zel­ner gebün­delt und poten­ziert.

Alter­na­ti­ven schaf­fen und neue Wege gehen

Das Kli­ma ist auf Krea­ti­vi­tät ange­wie­sen — und auf Men­schen, die mutig sind und ihre Ideen in die Tat umset­zen. Gera­de tech­ni­sche und sozia­le Inno­va­tio­nen sind essen­zi­ell für den Kli­ma­schutz. Die Zivil­ge­sell­schaft hat stär­ker als jeder ande­re Akteur die Mög­lich­keit, neue Ideen und Metho­den aus­zu­pro­bie­ren oder Maß­nah­men und Stra­te­gien aus einer ande­ren Per­spek­ti­ve zu betrach­ten. Sozia­le Inves­to­ren kön­nen hier Maß­nah­men auf den Weg brin­gen, die in ihrem eige­nen Unter­neh­men nicht mög­lich wären, aber ein hohes Wir­kungs­po­ten­zi­al für den Kli­ma­schutz besitzen.

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