Content


Sidebarnavigation
Wirksame Projekte aus ganz Deutschland im Überblick
Empfohlene Projekte

PHINEO ist ein unabhängiges, gemeinnütziges Analyse- und Beratungshaus für wirkungsvolles gesellschaftliches Engagement.

Contentnavigation

Ist das jetzt noch Klimawandel – oder doch schon Klimakatastrophe?

Während sich an dieser Frage die Gemüter erhitzen, heizt sich auch die Erdatmosphäre weiter auf. Und so kommen Expert*innen längst zu der Überzeugung, dass der gegenwärtige Treibhausgas-Emissionspfad eine existenzielle Bedrohung für den Fortbestand unserer Zivilisation darstellt.

©ink drop - stock.adobe.com©ink drop - stock.adobe.com

Ist das tatsächlich so oder sehen diejenigen, die die Klimakrise in einen gesamtgesellschaftlichen Zusammenhang stellen, einfach zu schwarz?

Nicht enden wollende heiße Sommer, sintflutartige Regenfälle und entfesselte Stürme: Der Klimawandel ist auch bei uns längst zu spüren. Den klimatischen Veränderungen folgen Wassermangel, Ernteausfälle und steigende Rohstoffpreise. In den Industrieländern geht die Schere zwischen Arm und Reich weiter auseinander.

Und in Schwellen- und Entwicklungsländern sind Hungersnöte, erbitterte Verteilungskämpfe und massive Fluchtbewegungen die Folge. Humanitäre Katastrophen rund um den Globus und klimabedingte Migration in bislang nicht vorstellbarem Ausmaß werden in den nächsten Jahren auch für demokratische Systeme der westlichen Welt zu einer schweren Belastung.

Die Klimakrise droht damit zur Hauptursache für die größten gesellschaftlichen Probleme der Zukunft zu werden, die auch das langfristige, nachhaltige Wirken aller bisherigen sozialen und gemeinnützigen Aktivitäten zunichtemacht.

 

Kann die Klimakrise noch gestoppt werden?

Die Klimakrise ist global, die Zusammenhänge sind komplex und weder Wirtschaft noch Politik scheinen den Ernst der Lage tatsächlich erkannt zu haben. Themen wie Kohleausstieg, CO2-Reduzierung, erneuerbare Energien, alternative Antriebsarten und Vermeidung von Plastikmüll werden zwar heiß diskutiert, aber ein echter Fortschritt lässt sich nicht erkennen.

Vereinbarungen zum Klimaschutz sind meist unverbindlich und bleiben Lippenbekenntnisse. Deshalb: Positive gesellschaftliche systemische Veränderung, die durch politische Maßnahmen vorangetrieben werden soll, braucht einen stetigen Veränderungsdruck aus der Zivilgesellschaft.

 

Und was kann die Zivilgesellschaft tun?

Die Bewältigung der globalen klima- und umweltbedingten Herausforderungen unserer Zeit braucht die Mitwirkung von Akteur*innen aus Politik, Wirtschaft UND Gesellschaft - international, national und lokal. Nicht immer wird aus einer einzelnen Aktion eine globale Protestbewegung.

Dennoch: Wir alle können einen wichtigen Beitrag für einen kulturellen Wandel leisten, und das am besten gemeinsam. Dabei ist die Zivilgesellschaft auf die Zusammenarbeit bzw. die Förderung durch Stiftungen und Unternehmen in ihrer Rolle als gesellschaftliche Akteur*innen angewiesen. Ob individuelle Energiesparberatung für Privatpersonen und Unternehmen, Sensibilisierung von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen oder politische Lobbyarbeit - die Bandbreite der Projekte im Klimaschutz ist groß.

PHINEO hilft dabei, wirksame Projekte zu finden. Welche das sind und warum, damit haben wir uns in unserem Themenreport Klimaschutz beschäftigt. Im Fokus der PHINEO-Analyse standen gemeinnützige Organisationen, die sich mit ihrer Arbeit für den Klimaschutz einsetzen. Von 22 analysierten Organisationen wurden elf Projekte mit dem Wirkt-Siegel, der PHINEO-Qualitätsempfehlung für wirkungsvolles gesellschaftliches Engagement, ausgezeichnet. Sie haben in den vergangenen Jahren viel Gutes für das Klima bewirkt, einige von ihnen bis heute.

Weitere Infos dazu finden Sie hier in unserem Themenreport Klimaschutz.

Die Wirkungslogik solcher Projekte ist einfach: Hier werden Maßnahmen umgesetzt, die mit sofortiger Wirkung CO2 reduzieren. Das kann über Beratungsleistungen oder auch direkte Einsparmaßnahmen, z.B. die Installation von Stromsteckerleisten in privaten Haushalten, geschehen. Das kann geht aber auch via Biomasse, indem beispielsweise Wälder aufgeforstet werden, die wiederum CO2 in den Bäumen binden.

Die Politik darf nicht aus ihrer Pflicht entlassen werden, das ist klar. Klimaschutz braucht die Beteiligung aller an einem gemeinsamen Weg. Und es wird jemand gebraucht, der die Interessen und Meinungen bündelt und daraus politische Forderungen entwickelt und artikuliert - und so den Bürger*innen und dem Klimaschutz eine Stimme gibt.

Gemeinnützige Projekte mit dem Ziel, Gesetze, Rahmenbedingungen und Entwicklungen im Sinne des Klimaschutzes zu verändern, sind ein wichtiger Hebel, um indirekt deutliche CO2-Einsparungen auf den Weg zu bringen.

Klimaschutz erfordert ein gemeinsames Verständnis des Themas. Gefragt sind sowohl Fachwissen als auch intensive Netzwerkarbeit. Die sich permanent verändernde und wachsende Wissensbasis und die vielen verschiedenen Fokuspunkte der Akteur*innen erschweren oftmals den Diskurs und die gemeinsame Zielverfolgung.

Manche Organisationen wollen deshalb mit ihren Angeboten eine Wissensbasis schaffen, die alle Akteur*innen auf einen gemeinsamen Stand bringt. Sie bereiten zum Beispiel komplexe Inhalte verständlich auf und verbreiten sie über einheitliche Tools und Methoden, erstellen Materialien für den Schulunterricht oder starten Informationskampagnen.

Nicht alles, was theoretisch einen Konsens erzielt, bleibt in der Praxis widerstandsfrei. Windräder: ja. Das Windrad hinter dem eigenen Haus: nein. Klimaschutz verlangt aber die Bereitschaft, auf bequeme Gewohnheiten zu verzichten oder gar Einschränkungen und Nebeneffekte in Kauf zu nehmen.

Verschiedene Organisationen widmen sich deshalb Maßnahmen, die die Akzeptanz von Klimaschutzmaßnahmen durch Partizipation und Mitbestimmungsmöglichkeiten fördern. Sie informieren über Vorteile, Nutzen und Hintergründe von Aktivitäten und deren Auswirkungen, bringen Akteure zusammen und ermöglichen Informationsaustausch.

Klimaschutz braucht Mitmachangebote, die Einzelpersonen darin bestärken, einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz leisten zu können. Gemeinnützige Organisationen bieten etwa Bildungsprojekte für Schulen und Unternehmen an und setzen niedrigschwellige Maßnahmen auf, z.B. Bäume pflanzen, mit dem Rad zur Arbeit fahren oder klimaneutral kochen. Solche Projekte machen Einzelpersonen handlungsfähig und geben ihnen Werkzeuge an die Hand, vom Wissen zum Handeln zu kommen.

Klimaschutz braucht starke Akteur*innen - und starke Bündnisse. Hier bringen die gemeinnützigen Organisationen zivilgesellschaftliche und wirtschaftliche Akteur*innen zusammen und unterstützen sie dabei, gemeinsame Strategien zu entwickeln, statt getrennt voneinander Einzelziele zu verfolgen. So wird die Wirksamkeit der Aktivitäten vieler Einzelner gebündelt und potenziert.


Das Klima ist auf Kreativität angewiesen - und auf Menschen, die mutig sind und ihre Ideen in die Tat umsetzen. Gerade technische und soziale Innovationen sind essenziell für den Klimaschutz. Die Zivilgesellschaft hat stärker als jeder andere Akteur die Möglichkeit, neue Ideen und Methoden auszuprobieren oder Maßnahmen und Strategien aus einer anderen Perspektive zu betrachten.

Soziale Investoren können hier Maßnahmen auf den Weg bringen, die in ihrem eigenen Unternehmen nicht möglich wären, aber ein hohes Wirkungspotenzial für den Klimaschutz besitzen.

PHINEO-Newsletter

Teaserbild PHINEO-Newsletter

Termine, Workshops, Publikationen – kostenlos und 4 x jährlich. Jetzt abonnieren!
Profil anzeigen

www.phineo.org/newsletter

Fenster schließen
Teaserbild PHINEO-Newsletter

PHINEO-Newsletter
Termine, Workshops, Publikationen – kostenlos und 4 x jährlich. Jetzt abonnieren!
www.phineo.org/newsletterKontakt aufnehmen